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Moers
Stadtkirchen-Orchester probt die "Schöpfung" zur Eröffnung

Moers. Drei Moerser gründen ein semiprofessionelles Orchester. Die Feuertaufe ist Mitte Mai im Rahmen der Eröffnung der sanierten Kirche.

Wir haben nun endlich ein Kontrafagott gefunden!" Am großen Besprechungstisch sitzen Natascha Lenhartz, Geigerin und aktives Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde, und Trompeter Stefan Büscherfeld, Leiter des dortigen Posaunenchors. Beide haben sich während ihres Musikstudiums an der Folkwang Universität der Künste kennengelernt und leben mit ihren Familien in Moers. Dirk Wittfeld ergänzt die Orchesterliste noch um zwei Hörner, auch er hat an der Folkwang Universität der Künste Trompete studiert und leitet die Blechbläsertage in Moers.

Die drei Musiker hatten schon länger vor, ein semiprofessionelles Orchester zu gründen und an der Stadtkirche zu beheimaten. In der Vergangenheit haben sie schon viele gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ambitionierten Laien und Profis gemacht, die bei Aufführungen zu ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnissen führten. Startpunkt für ihre Idee sollte die Aufführung von Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung" zur Wiedereröffnung der evangelischen Stadtkirche im Mai werden. Das Besondere an diesem Orchester: Profis arbeiten mit Laien, geben Tipps im Orchester-/ Gruppenspiel weiter, unterstützen ihre jeweilige Instrumentengruppe und bringen dadurch eine Qualität mit, die das Ensemble zu einem guten Klangkörper werden lässt. Außerdem soll das Orchester in Phasen arbeiten, so dass es keine wöchentliche Verpflichtung gibt, dafür aber intensive Probenarbeiten.

Beatrix Wirbelauer, Leiterin des Kulturbüros, und Pfarrer Torsten Maes signalisierten beide volle Unterstützung. Auch das Presbyterium der Kirchengemeinde steht hinter diesem Vorschlag. Und nun beginnt die Suche nach Laien, die begeisterungswillig und so kompetent sind, die "Schöpfung" zu spielen. Dabei erstreckt sich die Suche von Moers über Krefeld, Kamp-Lintfort, Kerken bis Duisburg. Auch Profis werden angesprochen, die bereit sind, sehr viel Zeit bei sehr geringem Honorar zu investieren. Die erste Probe war im Januar. Als sich die Tür im Rudolf-Schloer-Stift in Hülsdonk zur ersten Probe öffnet, strömten Instrumentalisten hinein, die sehr gut vorbereitet und absolut engagiert waren. Das übertraf die Erwartungen. So vergingen die ersten vier Proben, die Stimmung ist entspannt und die erste Arbeit an den 32 Nummern getan. Natascha Lenhartz, Stefan Büscherfeld und Dirk Wittfeld sind sich einig: "Das werden wir schaffen."

Ab dem 1. April wird sich das Orchester zu intensiven Proben an sechs Tagen innerhalb von fünf Wochen zusammenfinden, bevor es am 5. Mai zur Hauptprobe mit dem Chor kommen wird. Im Herbst wird das nächste Projekt stattfinden, angedacht ist ein "märchenhaftes Konzert". Und 2017 wird es wieder ein großes Projekt geben, ein fantastisches Programm, das besonders bei Jugendlichen auf große Freude stoßen wird.

Kontakt: Natascha Lenhartz, 02841 921608, E-Mail: natascha@lenhartz.de; Stefan Büscherfeld, 02841 24477, stefan.buescherfeld@t-online.de; Dirk Wittfeld mobil: 0172 2029985, dirk.wittfeld@gmx.de

Quelle: RP
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