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Moers
Stadtsportverband: Sportfest mit Flüchtlingen im Ramadan?

Moers. Die gemeinsame Sitzung von Buntem Tisch und Stadtsportverband war schon fast zu Ende, als Amar Azzoug vom Bunten Tisches sagte: "Die Lage wird sich entspannen, weil weniger Menschen nach Deutschland kommen können." Von Jürgen Stock

Der Diskussion war anzumerken, dass die Integrationsarbeit langsam wieder im Normalbereich läuft. Einige Neuankömmlinge nehmen seit Monaten an Übungseinheiten teil. Jetzt stellen sich konkrete Probleme. Wer zahlt , wenn ein Flüchtling, der kein Vereinsmitglied ist, sich verletzt? Dafür gebe es eine Versicherung, berichtete ein Sportfunktionär. Ein anderer meinte, dass das über die Sporthilfe abgedeckt sei.

Ein Sprecher des SC Rheinkamps berichtete von minderjährigen Fußballtalenten, die der Vereinstrainer liebend gerne in Ligaspielen einsetzen würde. Doch die jungen Flüchtlinge müssen zuschauen, wenn ihre Altersgenossen am Wochenende kicken, weil kein Erwachsener für sie den Antrag auf Spielberechtigung unterschreibt. Das sollte der Vormund tun können. In der Praxis scheint das aber nicht zu funktionieren.

Gestern stellte im Stadtsportverband eine Vertreterin der Freddy-Fischer-Stiftung und des Vereins "Klartext für Kinder" die Ausweitung eines Projekts vor, das bereits im vergangenen Sommer Premiere gefeiert hatte: ein Fußballturnier, in diesem Jahr mit 24 Mannschaften, darunter auch Flüchtlingsteams auf der Anlage von GSV und MTV am Solimare. Das Ganze solle ein Fest für die Familie werden, sagte die Sprecherin und am 11. Juni stattfinden. "Dann ist aber Ramadan", bemerkte ein Vereinssprecher. Daran, so war den Reaktionen zu entnehmen, hatte offensichtlich niemand gedacht.

Quelle: RP
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