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Moers
Stadtverwaltung warnt vor Viren-Mails

Moers. Ein Fachbereich muss eineinhalb Tage vom Netz genommen werden. Daten können gerettet werden.

Bis zu 90 Prozent der eingehenden E-Mails Richtung Stadtverwaltung sind Spams. Der Spamfilter des Kommunalen Rechenzentrums sortiert diese meist komplett aus. Und dennoch ist besondere Vorsicht geboten, denn die kriminellen Methoden werden immer ausgeklügelter. "Derzeit sind nicht nur in Verwaltungen und Unternehmen Mails im Umlauf, über deren Anhänge eine Schadsoftware übertragen wird, die viele Viren-scanner nicht erkennen", warnt Thomas Waerder, Leiter des Fachdienstes Informations- und Kommunikationstechnik. Die Software "CryptoWall" beispielsweise installiert sich mit dem Öffnen des Angangs und verschlüsselt Datenbestände, in der Regel "Office-Dokumente" und Bilddateien. Sie macht sie damit unbrauchbar. Damit geht meist ein Erpressungsversuch einher. Der Geschädigte wird zur Zahlung einer Summe in der Internetwährung "Bitcoins" aufgefordert.

"Es ist wichtig, eingehende Mails genau zu überprüfen, bevor man Anhänge öffnet", rät der Experte. "Ein Blick auf den Verteiler, den Betreff, den Inhalt und vor allem die Art des Anhangs sind wichtig." Ein aktueller Virenscanner und vor allem regelmäßige Updates sind ebenfalls hilfreich.

Letzteres hat bei der Stadtverwaltung dazu geführt, dass ein Virenbefall Anfang Dezember so gut wie keinen Schaden anrichten konnte. Ein Fachbereich musste eineinhalb Tage vom Netz genommen werden, aber alle Daten konnten rekonstruiert werden.

Quelle: RP
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