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Moers
Star-Choreographin Yamamoto leitet Moerser Schüler an

Moers. Wann hat man die Chance, einen Star zu treffen? Und dann auch noch zu interviewen? Die Schüler und Schülerinnen der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp hatten die Möglichkeit und trafen Michelle Yamamoto, die Choreographin des Stückes "Die Geschichte des Soldaten". Die zierliche Frau mit asiatischen Wurzeln probt seit mehreren Wochen mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern für eine Tanzeinlage in Strawinskys Stück, das morgen im Kulturzentrum Rheinkamp Premiere hat. Wenige Tage vor der Aufführung nutzten Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses des Jahrgangs zwölf die Möglichkeit, die charismatische Tänzerin zu ihrem künstlerischen Wirken, das bereits Zuschauer in ganz Deutschland faszinierte, zu befragen. Von Ana Milovanovic, Alexander Schauenburg und André Theussen

Auch die mit ihr arbeitenden Jugendlichen nahm Yamamoto im Handumdrehen mit ihrer Bühnenpräsenz und ihrer atemberaubenden Ausstrahlung gefangen. So lag es nah, zunächst mehr über das Geheimnis ihrer Jugend in Erfahrung zu bringen. Ein verschmitztes Lächeln und ein Schmunzeln waren jedoch alles, was man ihr zu diesem Thema entlocken konnte.

Nachdem Michelle Yamamoto bereits auf Theaterbühnen in Kiel und in Essen engagiert war, wollten die Kursteilnehmer wissen, was sie nun nach Moers an eine Gesamtschule verschlagen hat. Für sie sei die Herausforderung, gemeinsam mit professionellen Schauspielern sowie Musikern und gleichzeitig mit Schülergruppen zu arbeiten, eine reizvolle Erfahrung. Es sei absolut bereichernd, wenn diese jungen Menschen eigene Ideen zu den Tanzstücken entwickelten, was für den kreativen Prozess und auch für sie persönlich zugleich Inspiration und Motivation bedeuten würde. Neben der herausfordernden Arbeit mit Jugendlichen stelle aber auch die Musik Strawinskys eine große Quelle der Inspiration dar.

Inspiration ist ein wichtiger Bestandteil im künstlerischen Schaffen eines Tanzprofis, doch wie ist es um das gesundheitliche Wohlbefinden bestellt, wenn ständig Höchstleistung auf der Bühne verlangt wird? Im Laufe des Interviews stellte sich heraus, dass es auch gesundheitsgefährdende Momente in der Karriere von Yamamoto gab. Trotz eines Fauxpas während einer Generalprobe tanzte sie schon am nächsten Tag ohne Rücksicht auf die Verletzung weiter. Bedingungslose Hingabe sei eine der schwierigsten Anforderungen an den Beruf, und so sei eine Karriere als Tänzerin nicht zeitlos. Daher hat Yamamoto schon alternative Zukunftspläne. Ihre Erfahrung mit den Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule sei so bereichernd, dass sie sich ihren weiteren Werdegang als Pädagogin vorstellen könne.

Die Premiere ist morgen, 15. November, 18 Uhr, im Kulturzentrum Rheinkamp. Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist aber verstrichen. Nach zwei schulinternen Vorstellungen steigt am 6. Dezember um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Rheinkamp die einzige öffentliche Vorstellung. Karten: Abendkasse 16, Vorverkauf 14 Euro; ermäßigt zehn bzw. acht Euro. Vorverkauf bei Moers-Marketing.

Quelle: RP
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