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Rheurdt
Starkregen: Grüne wollen die Vorbeugung verbessern

Rheurdt. Die Grünen im südlichen Kreis Kleve wollen nach den jüngsten Überschwemmungen durch Starkregen bald Gespräche mit der Lineg, dem Niersverband und anderen Experten führen. Auch die Gemeinde Rheurdt wurde von den Wassermaßen getroffen. Mit solchen Wetterereignissen müsse in Zukunft häufiger gerechnet werden, ist der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Rheurdt, Frank Hoffmann, überzeugt. "Ohne Gegenmaßnahmen wird der Starkregen häufig und so intensiv sein, dass die Wassermassen über die Gullys hinwegströmen und gar nicht in die Kanalisation gelangen", befürchtet er.

Die Abwassersysteme rasch auszubauen, würde die Gemeinde finanziell überfordern. Was die Verwaltung allerdings tun könne, sei eine gründliche Auswertung der Schäden. Dazu müsse man sich folgende Fragen stellen: "Haben die Vorkehrungen der Vergangenheit, wie Regenrückhaltebecken, ihren Dienst erfüllt? Können noch Verbesserungen bei der Ableitung von Wassermassen vorgenommen werden? Sind zunehmende Versiegelungen und fehlende Überflutungsflächen für das Überschwemmen von Straßen und Kellern verantwortlich? Sind zukünftige Neubaugebiete ,wasserfest'?" Aus diesen Erkenntnissen könne dann ein Maßnahmenkonzept erstellt werden.

Doch auch die einzelnen Bürger könnten ihren Teil dazu beitragen, den Folgen von Starkregen vorzubeugen, meint Hoffmann. "Jedes Haus muss ein funktionsfähiges Rückschlagventil haben, um ein Überlaufen der Abwasserrohre im Haus zu verhindern. Hat jeder Haushalt eine Elementarschadenversicherung mit aktuell aufgenommenem Hausrat, um eine Unterversicherung zu vermeiden? Ein besonderer Schwachpunkt sind bei Häusern die Kellerfensterschächte." Hier könnte die Gemeinde die Bürger beraten.

Kritisch äußert sich Hoffmann zum Vorgehen des Landes bei der Soforthilfe für Betroffene. Es sei nicht verständlich, dass den Bürgern von Kevelaer, Rees, Uedem, Wachtendonk und Straelen eine Soforthilfe angeboten werde, aber die Rheurdter leer ausgingen. Die Grünen wollen dies bei der Landesregierung hinterfragen.

(s-g)
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