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Moers
Stimmfarben in der Dorfkirche

Moers: Stimmfarben in der Dorfkirche
Der Projektchor "Stimmfarben" besteht seit 2014 und hat sein viertes Konzert absolviert. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Viele Besucher kamen zum Sommerkonzert des Projektchores in die Dorfkirche Repelen. Von Horst Caspers

Der große Zuspruch des Publikums war beachtlich, da der Chor erst seit Herbst 2014 existiert und sein viertes Konzert absolvierte. Chorleiterin Roswitha Rogall, die seit mehr als 20 Jahren in Repelen Gesang unterrichtet, ist vor knapp drei Jahren von einigen ihrer Schüler auf die Idee gebracht worden, einen Chor zu gründen, um zusammen singen zu können. Mittlerweile besteht der aus 16 Sängerinnen und Sängern unterschiedlichen Alters, die sich zwei Mal im Monat zu Proben in Repelen treffen. So vielfältig wie die Altersstruktur des Chores, dessen Mitglieder zwischen den 1940er und 1990er Jahren geboren worden sind, war auch das Konzertprogramm, das der Projektchor "Stimmfarben" in der Dorfkirche in Repelen präsentierte.

Eröffnet wurde das "Sommerkonzert", das sich den verschiedenen Facetten der Liebe widmete, mit Liedern der Renaissance-Komponisten John Dowland und Hans Leo Haßler. Während bei den Liedern von John Dowland die Verzweiflung und die Klage über die unglückliche Liebe im Vordergrund standen, überwog bei der Komposition von Hans Leo Haßler die Freude und Ausgelassenheit. Ebenso wie bei den Kompositionen aus der Zeit der Renaissance zeigten sich die Sänger, die von Volker Rogall am Klavier begleitet wurden, auch bei Liedern der Romantik wie "Ännchen von Tharau" und "In einem kühlen Grunde" von Friedrich Silcher oder "Da unten im Tale" von Johannes Brahms stimmlich ausgesprochen gut aufeinander abgestimmt.

Bei einigen Liedern sangen die Frauen und Männer getrennt, so dass die Bassstimmen der Herren vollends zur Geltung kamen. Nach einem irischen und einem schwedischen Volkslied waren dann Melodien aus Filmen und Musicals wie "The way we were" aus dem gleichnamigen Film mit Barbra Streisand oder "I dreamed a dream" aus dem Musical "Les Misérables" zu hören, bei denen einige Sängerinnen solistisch in Erscheinung traten. Leider warfen sich einige junge Damen dabei so in Pose, dass der Vortrag ein wenig kitschig ausfiel.

Die gefühlvollen Pop-Balladen "And so it goes" von Billy Joel, "Make you feel my love" von Bob Dylan und "Durch schwere Zeiten" von Udo Lindenberg überzeugten hingegen durch eine ausgewogene Mischung von Solo-Passagen und Chorgesang sowie eine humorvolle Lindenberg-Parodie. Mit dem Lied "City of Stars" aus dem Film-Musical "La La Land" und dem Klassiker "Fly me to the moon" verabschiedete sich die "Stimmfarben" unter tosendem Beifall und stehenden Ovationen von seinem Publikum in der Dorfkirche Repelen.

Quelle: RP
 
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