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Rheurdt
Streit um Neubau in Schaephuysen hält an

Rheurdt. Grüne kritisieren Entwürfe für Gebäude an der Pastoratsstraße. Ältestenrat soll schlichten.

Die Planung der neuen Bebauung an der Pastoratsstraße, Ecke Hauptstraße in Schaephuysen zieht sich hin. Vor über einem Jahr hat die Wohnungsgenossenschaft Geldern (GWS), die das Grundstück samt altem Gebäudebestand in Schaephuysen erworben hat, gemeinsam mit dem Architekturbüro Schroers erste Entwürfe vorgestellt. Seither hat der Architekt diese mehrfach überarbeitet, um Wünsche aus Politik und Bürgerschaft zu berücksichtigen. "Eigentlich wollten wir im Sommer 2016 mit dem Abriss beginnen", sagte gestern GWS-Geschäftsführer Peter Düllings. Er geht jetzt davon aus, dass die Arbeiten erst im Frühjahr 2017 beginnen können.

Immer wieder gebe es neue Kritik und "Nachforderungen" zur Planung der GWS, sagte Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. "Es handelt sich um einen sensiblen Bereich mitten im Ort." Schon mehrfach haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung mit dem Thema beschäftigt, ohne zu einer Einigung zu kommen. Nun startet die Gemeindeverwaltung im kleinen Kreis einen Versuch, den Knoten zu durchschlagen: Am Donnerstag wird der Ältestenrat - dazu gehören der Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden sowie deren Stellvertreter - die festgefahrene Situation zu lösen.

In einer Pressemitteilung haben die Grünen kritisiert, woran es ihrer Meinung nach bei den aktuellen Entwürfen hapert: "Die Form der Gebäudeaufstellung hat sich aus der V-Form nun in eine H-Form verwandelt. Das Gebäude - in der Erscheinung eines Hospitales - steht nun klotzig in der Mitte der Baufläche, umrandet von lauter Parkplätzen. Die Tiefgarage ist - angeblich aus Kostengründen - aus der Planung gestrichen worden. Die Wohnungen haben keine Kellerräume. Eine Barrierefreiheit besteht nur bedingt." Grünen-Fraktionschef sprich von einem "hässlichen Klotz". Zudem würden sich die Grünen öffentlich geförderte Mietwohnungen ("Sozialwohnungen") wünschen. Dazu sagt Peter Düllings: "Öffentliche Förderung ist für uns nicht attraktiv." Man wolle die Mietpreise aber dennoch eher niedrig halten. Die GWS plant neun Mietwohnungen mit Größen zwischen 55 und 75 Quadratmetern sowie elf größere Eigentumswohnungen. Das Interesse sei groß. "Wir haben insgesamt rund 30 Nachfragen."

(pogo)
 
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