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Moers
Synode berät über Stellenabbau

Moers: Synode berät über Stellenabbau
FOTO: Kirchenkreis Moers
Moers. Im Kirchenkreis Moers beraten Gemeindeglieder, wie sie bis zum Jahr 2020 sechs Pfarrstellen einsparen können. Von Jürgen Stock

Die Synode des Kirchenkreises Moers hat am Samstag in der Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide den Homberger Pfarrer Matthias Immig zum neuen Synodalassessor und somit zum Stellvertreter von Superintendent Wolfram Syben gewählt. Erster Skriba ist jetzt Barbara Weyand (Moers), zweiter Skriba Frank Rusch (Neukirchen).

Wesentlich komplexer als die Wahlen der drei Stellvertreter des Superintendenten waren die Beratungen der 122 Synodalen über die künftige personelle Ausstattung der 28 Kirchengemeinden zwischen Alpen und Rumeln-Kaldenhausen. "Bis 2020 muss die Zahl der Pfarrstellen im Kirchenkreis von bisher 41 auf 35 reduziert werden", berichtet Superintendent Wolfram Syben, der zum ersten Mal nach seiner Wahl eine Sitzung der Synode leitete. "Dabei sollen die Entscheidungen über die Kürzungen in den Regionen fallen."

Zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben auf möglichstdemokratischer Basis haben sich die Gemeinden des Kirchenkreises in sechs Regionen aufgeteilt, denen jeweils ein bestimmter Kürzungsschlüssel zugeteilt wurde. Diese Regionen sollen nun intern und autonom entscheiden, wie die Kürzungen am besten umgesetzt werden.

Hintergrund der Kürzungsberatungen sind die Mindereinnahmen bei der Kirchensteuer. Der finanzschwache Kirchenkreis Moers erhält über ein Umlagesystem eine feste Zuweisung pro Jahr, die an die Zahl der Gemeindeglieder im Kreis gebunden ist. Nach den Berechnungen der Landeskirche wird sich die Zahl von jetzt 96 000 evangelischen Christen im Kirchenkreis durch die demografische Entwicklung und Kirchenaustritte um jährlich 1,5 Prozent reduzieren deshalb müssen, wie bereits in Neukirchen (Rayener Dorfkirche und Friedenskirche geschehen, Kirchen geschlossen und Stellen abgebaut werden. In der Diskussion sind alle Arten von Kooperationen: Von punktueller Zusammenarbeit bis zur kompletten Zusammenlegung zweier Gemeinden.

Die Synode stimmte zudem einem neuen Konzept für die Notfallseelsorge zu. E sieht vor, dass alle Pfarrer sich an dem Dienst beteiligen - entweder indem sie sich in einen Bereitschaftsdienstplan eintragen lassen oder indem sie Kolleginnen und Kollgen vertreten, die Bereitschaft haben. Bislang versehen diesen Dienst sieben Pfarrer und 19 Ehrenamtliche. Die Notwendigkeit einer Ausweitung wurde den Synodalen vorgeführt: Notfallseelsorger Bernhard Ludwig musste während der Synode zweimal zum Einsatz.

Quelle: RP
 
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