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Moers
Tag des weißen Stocks: Mehr Sicherheit für Blinde

Moers. "Bitte Weg frei!" - mit diesem Motto machte der "Blinden- und Sehbehindertenverein Moers und Umgebung" am Samstag mit einem Informationsstand auf dem Königlichen Hof auf sich aufmerksam. Anlass war der "Tag des weißen Stockes", der sich in diesem Jahr mit Bodenleitsystemen beschäftigte. An ihnen orientieren sich blinde und stark sehbehinderte Menschen mit ihren Stöcken in den Innenstädten.

Die Leitsysteme sind mit speziellen Bodenplatten gekennzeichnet. In Moers gibt es sie schon länger. Allerdings werden sie oft mit Fahrrädern, Reklame-Aufstellern, Lieferwagen und Tischen der Außengastronomie zugestellt. "Das geschieht in den meisten Fällen nicht absichtlich, sondern eher aus Gedankenlosigkeit und Unwissenheit. Dennoch bringt es uns jedes Mal in große Orientierungsschwierigkeiten", erklärte Heinz Peter Maas, Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins Moers und Umgebung.

"Besonders gefährlich ist das auf Bahnsteigen, wenn die Streifen durch abgestellte Koffer blockiert sind", sagt Maas. Sein Verein will die Öffentlichkeit für diese und andere Probleme blinder und sehbehinderter Mitbürger sensibilisieren. Zudem bietet er verschiedene Hilfen an - so informiert er Menschen, die ein Nachlassen ihres Sehvermögens an sich feststellen, jeden dritten Donnerstag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr im SCI-Café am Hanns-Albeck-Platz über häusliche und andere Hilfsmittel, bietet an jedem ersten Donnerstag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr einen Stammtisch für Betroffene und deren Freunde und Familienangehörige im Jakob-Hanßen-Haus der AWO, in der Brunostraße 4 an.

Der Verein ist Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg präsent. Kontakt: Rufnummer 02841 55370, E-Mail heinzpeter.maas@googlemail.com.

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