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Moers
Tagtools machen die City kunterbunt

Moers: Tagtools machen die City kunterbunt
Gerne hätten die Teilnehmer ihre Comics auf Hausfassaden gebeamt. Dafür war aber das Wetter am Samstag zu regnerisch. FOTO: K. Dieker
Moers. Das Kinder- und Jugendbüro lud zum digitalen Malen ein. Die Präsentation fiel kleiner als geplant aus. Von Jutta Langhoff

"Tagtool", das digitale Malen auf dem iPad ist in. Am Samstag trafen sich auf Einladung des Moerser Kinder- und Jugendbüros zehn junge "Tagtool"-Fans zwischen zehn und 14 Jahren zu einem entsprechenden Workshop mit den beiden Lichtkünstlern Dirk Plenkmann und Christian Spieß in den Räumen des Jugendbüros an der Unterwallstraße. Dabei galt es, die bei einen Besuch in der Moerser Innenstadt gewonnenen Eindrücke entweder alleine oder als Gruppe zu kleinen, beweglichen Comicszenen zu verarbeiten. Die Ergebnisse sollten dann am Abend unter dem Titel "City Kunterbunt" bei einer Tour durch die Innenstadt mit Hilfe eines auf ein Lastenfahrrad montierten Beamers auf das Moerser Schloss, das Peschkenhaus oder andere Gebäude projiziert werden.

Doch daraus wurde wegen des heftigen Dauerregens leider nichts. Stattdessen präsentierten die jungen "Tagtool"-Künstler ihre tagsüber von zehn bis 17 Uhr entstandenen Kunstwerke ab 20 Uhr im städtischen Kinder- und Jugendbüro einem kleineren Premierenpublikum aus Eltern und Geschwistern.

Dazu wurde das so genannte "Lichtbike", nachdem es zuvor eine Zeitlang aus dem Eingangsbereich bunte Lichtpunkte und ein Gesicht mit wild kullernden Augen auf den alten Rathausturm projiziert hatte, zunächst vor einer der Bürowände in Stellung gebracht und dann an die im Internet verfügbare Software angeschlossen. Unterdessen gaben die jungen Künstler im Nebenzimmer ihren Arbeiten mit Hilfe der ihnen für den Workshop zur Verfügung gestellten iPads noch den letzten Schliff. Dann war es endlich soweit. Piet und Matthias machten den Anfang. Ihr "Tagtool"-Comic hatte den Titel "Fleischhauers buntes Moers" und zeigte drei Minuten lang ein ausgeschnittenes Foto des Moerser Bürgermeisters, wie er mit einem gemalten Hund durch die Innenstadt zog und dabei "viele nette Leute traf". In Minas Comic spielte ebenfalls ein Hund mit, in diesem Fall aber nicht als Begleiter, sondern als Retter einer in einem städtischen Briefkasten gefangenen Kartoffel, während Torben den Zuschauern eine wilde Polizeijagd auf "Christian den Sprayer" präsentierte. Louis und Paul ließen dagegen ein rotes Strichmännchen namens "Justus" vom Rathaus über den Neumarkt zur Stadtkirche schlendern, und Isabelles Comic-Held war ein alter Mann am Stock, der nach einer langen Krankheit endlich wieder mit seinem Hund durch die Stadt spazieren konnte. Jeder Beitrag dauerte drei Minuten, wobei Dirk Plenkmann allen Teilnehmern am Ende ein großes Kompliment aussprach: "Ihr ward toll. Das habe ich bisher nur selten erlebt, dass eine Gruppe so konzentriert gearbeitet hat und nicht mal zum Pizza-Essen eine Pause machen wollte."

Quelle: RP
 
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