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Moers
Tausende helfende Hände beim SOS-Kinderdorffest

Moers. Das Fest hat am Mercator-Berufskolleg Tradition. Schuljugend packte kräftig mit an. Der Erlös geht nach Bethlehem in Palästina.

Es brummte gestern mächtig im Mercator-Berufskolleg. Das 48. Kinderdorffest, das zugleich als Schulfest gefeiert wird, sorgte für ein ständiges Kommen und Gehen. "Unser SOS-Kinderdorffest hat Tradition. Es ist geprägt von großem sozialen Engagement unserer Schulgemeinschaft, die den ersten Advent an unserer Schule mit Herz und Seele füllt", sagte Schulleiter Oliver Wolf. Das Kinderdorf sei das soziale Herz der Schule. Immerhin haben alle schon seit Freitag angepackt, geräumt und dekoriert, damit die 48. Ausgabe des Kinderdorffestes wieder als eine überaus gelungene Veranstaltung in die Schulannalen eingeht. "Somit wird auch deutlich, dass dieses Fest keine Eintagsfliege ist. Es zeichnet uns aus."

Viele Dinge wurden zu Hause mit den Eltern "produziert". Das Fest, dessen Erlös an das SOS-Kinderdorf in Bethlehem geht, zieht aber auch auswärtige Aussteller an. Die verschiedenen Schulräume öffneten sich für diverse Angebote. Kilometer an Büchern und CDs luden zum Stöbern ein. Entsprechend auch der Trödelmarkt, bei dem sich manches Schätzchen entdecken ließ. Mit vereinten Kräften engagierten sich die Jugendlichen an den Verkaufsständen, luden an Kaffeetafeln ein, verkauften Lose für die gut bestückte Tombola. Bei 2352 Schülerinnen und Schülern ist der helfende Anteil entsprechend hoch. "Alle sind an Bord und geben unserem Fest eine angenehme Atmosphäre. Vor allem ist die große Verbundenheit untereinander spürbar", freuten sich die Organisatorinnen Anett Lenzen und Helga Halfmann. "Uns kommt bei solcher Veranstaltung die Weitläufigkeit unserer Schule zu Gute."Lobenswert sei vor allem, dass außerhalb des Schulalltags sich am ersten Adventssonntag die geballte Ladung an ehrenamtlichem Engagement entlädt und Eltern, Freunde, Bekannte und Ehemalige sich einfinden.

Mit Stolz ergänzte Schulleiter Wolf, dass das Mercator-Berufskolleg das weltweit größte Schulfest für ein SOS-Kinderdorf feiert und vor allem die längste Tradition aufweise. Die Erlöse, die zwischen 15 bis 20 000 Euro liegen, kommen dem SOS-Kinderdorf in Bethlehem zugute. Die Schuljugend besucht Bethlehem und die Partnerstadt Ramla und freut sich über Gegenbesuch. "Uns ist es wichtig, den Blick der Schülerschaft auf beide Seite zu lenken", sagte Lehrer Paul Süßer. Ihm geht es auch darum, dass Jugendliche lernen zu helfen und sich auch inhaltlich mit der politischen, oftmals schwierigen Situation auseinandersetzen. Ihre Arbeitsergebnisse präsentierten sie an einem Infostand.

(sabi)
 
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