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Moers
Tummelferien ohne Spielpunkt Asberg

Moers: Tummelferien ohne Spielpunkt Asberg
Die Tummelferien sind sehr beliebt: Rund 600 Kinder ließen im Juli vergangenen Jahres bei der "Kids Parade" die Moerser Innenstadt erbeben. FOTO: Dieker, Klaus (kdi)
Moers. Das Sommerferienprogramm für Kinder findet in diesem Jahr nur in der Innenstadt, Repelen und Kapellen statt. Die Gebühren für die Tummelferien steigen, weil die Aufwandsentschädigungen für die Betreuer angehoben werden. Von Josef Pogorzalek

Eine schlechte Nachricht für Eltern aus Asberg: Ihre Kinder können in diesem Jahr nicht sozusagen vor der Haustür an den Tummelferien teilnehmen. Das Ferienprogramm für Kinder (11. bis 27. Juli) findet diesmal nur an drei Spielpunkten statt: in Repelen (Jugendzentrum Nord), Kapellen (Spielhaus) und der Innenstadt (Freizeitpark). Asberg fällt als Spielpunkt aus.

Ein Grund für den Ausfall ist die Belegung der Turnhalle Asberger Straße, bisher Stützpunkt der Tummelferien im Stadtteil, mit Flüchtlingen. Ein weiterer Grund: Das Team der Offenen Einrichtung für Kinder "Asbär", das im vergangenen Jahr das Tummelferien-Programm geplant und betreut hat, ist in diesem Jahr gebunden: Es wird in der ersten Ferienhälfte (also während der Tummelferien-Zeit) mit der Asbär-Stammbesucherschaft (darunter viele Kinder aus den umliegenden Asylunterkünften) im Rahmen eines eigenen Ferienprogramms den Stadtteil erkunden. 2015 war das eigene Programm für die Kinder aus den Unterkünften in der zweiten Ferienhälfte angeboten worden. In diesem Jahr ist das nicht möglich, weil der "Asbär" in der zweiten Hälfte der Ferien renoviert werden muss.

Im Jugendhilfeausschuss wurde die Konzept-Änderung gestern diskussionslos beschlossen. Die Begründung sei nachvollziehbar, sagte der Ausschussvorsitzende Attila Cikoglu. Lena Brandau, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros, sagte, dass die Tummelferien im nächsten Jahr wieder in Asberg stattfinden werden, wenn die Turnhalle zur Verfügung stehe.

Eltern aus Asberg können ihre Kinder auch für die Tummelferien-Spielpunkte in Repelen, Kapellen und Innenstadt anmelden. Die Kapazität des Spielpunkts Innenstadt wird in diesem Jahr auf 500 Plätze erweitert. Insgesamt stehen dann 730 Tummelferien-Plätze zur Verfügung. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 702 Kinder angemeldet worden, wobei die Anmeldungen für Repelen und die Innenstadt deutlich unter den Kapazitäten blieben.

In ihrer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss wies die Stadtverwaltung daraufhin, dass Ferienbetreuungen der Offenen Ganztagsschulen (für dort angemeldete Kinder) eine Alternative zu den Tummelferien bieten. Entsprechende Angebote in Asberg gebe es an der Eschenburgschule. Auch Offene Einrichtungen, wie beispielsweise die an der Römerstraße, böten Ferienprogramme für Jungen und Mädchen an.

Zugestimmt hat der Jugendhilfeausschuss gestern auch einer Gebührenerhöhung für die Tummelferien. Der Beitrag steigt von jetzt 40 auf 50 Euro, der ermäßigte Beitrag von 15 auf 25 Euro. Die erwarteten Mehreinnahmen in Höhe von 8000 Euro sollen eine Erhöhung der seit 2005 gezahlten Aufwandsentaschädigungen für die ehrenamtlichen Tummelferien-Betreuer decken. Immer schwerer werde es, Betreuer zu finden, die ihre Freizeit opfern. Tummelferien-Betreuer unter 16 Jahren bekommen künftig 150 Euro (statt bisher 77), über 16-jährige 350 Euro (bisher 255 Euro für 16- bis 18-Jährige und 306 Euro für über 18-Jährige).

Quelle: RP
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