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Rheurdt
Unbekannter erschießt Katze "Luna"

Rheurdt: Unbekannter erschießt Katze "Luna"
Sandra Georges stellte uns dieses Bild von "Luna" zur Verfügung. FOTO: privat
Rheurdt. Das Tier wurde in eines der Augen getroffen. Die betrübte Halterin hat nun Anzeige erstattet.  Von Stefan Gilsbach

Eine traurige Nachricht wartete auf Sandra Georges, als sie am vergangenen Mittwoch aus einem Urlaub zurückkehrte. Nachbarn, die ihre zwei Freigänger-Katzen versorgt hatten, mussten ihr mitteilen, dass eines der Tiere tot war, die vierjährige "Luna". "Sie wurde am Sonntag, 18. Oktober, erschossen an der Ecke Rheurdter Straße/Feldstraße gefunden", berichtet die Rheurdterin. Der Schuss hatte eines der Augen getroffen. Welche Waffe verwendet wurde, ist nicht ganz klar, doch könnte es sich um ein Luftgewehr gehandelt haben.

Sandra Georges hat an ihrer Katze sehr gehangen. "Ich habe nach dem Vorfall viel geweint", sagt sie. Ihre zweite Katze, Lunas Bruder, sei ebenso untröstlich, ganz verstört durch das plötzliche Fehlen seiner Schwester. Natürlich möchte die Tierfreundin jene Person, die auf Luna geschossen hat, vor dem Gesetz zur Rechenschaft ziehen. "Ich habe Anzeige erstattet", sagt sie. Und natürlich grübelt sie, wer für die Tat in Frage kommen könnte. Und da denkt sie unwillkürlich an Jäger und an Schützen, jene Gruppen, die am ehesten als Waffenbesitzer bekannt sind. Ob es jemand aus dieser Gruppe sei, das wisse sie freilich nicht. Sie sei auch nicht grundsätzlich feindlich gegen Jäger oder Hobby-Schützen eingestellt, betont sie. Schwarze Schafe könne es immer geben.

Die Rheurdter Tierärztin Dr. Ute Klimt hat von dem Fall gehört. Leider sei Lunas Tod keine Ausnahme. "Meine eigene Katze ist auch so ums Leben gekommen", sagt die Medizinerin. Aus jüngster Zeit seien ihr persönlich vier Fälle bekannt, bei denen Katzen erschossen wurden. Wer dahinter steckt, darüber kann auch sie nur spekulieren. Neben Gewehren würden manchmal auch Diabolo-Geschosse verwendet, um die Tiere zu verletzen.

Mancher wird sich daran erinnern, dass in den vergangenen Monaten zwischen Jägern und Tierschützern kontrovers über das Recht diskutiert wurde, herumstreifende Katzen zu erschießen. Hintergrund des Streits war die geplante Änderung des Jagdgesetzes in NRW. Diese ist inzwischen umgesetzt worden. "Seit Mai ist es uns Jägern verboten, auf Katzen zu schießen", sagt Marcell Schüren, Vorsitzender des Hegerings Neukirchen-Lintfort. Wenn es sich im Falle von "Luna" um ein Luftgewehr gehandelt habe, so spreche das auch gegen einen Jäger als Verursacher, meint Schüren.

Sollte die Person, die "Luna" getötet hat, ermittelt werden, wird es vermutlich auf eine Geldstrafe hinauslaufen. Ein Tier unerlaubt zu töten, fällt juristisch unter Sachbeschädigung, wie die Kreis Klever Polizei mitteilt.

Quelle: RP
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