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Moers/Wesel
Unfallkasse NRW zeichnet Moers aus

Moers/Wesel. Zum zweiten Mal erhält die Verwaltung eine Prämie für guten Arbeits- und Gesundheitsschutz. 26.400 Euro fließen aus der Unfallkasse in den Arbeitsschutz der Verwaltung. Die Ausschüttung soll Anreiz für alle Firmen sein. Von Kilian Treß

Die Unfallkasse NRW hat zum zehnten Mal Prämien für guten Arbeits- und Gesundheitsschutz vergeben. 41 Kommunal- und Landesbetriebe wurden in einer Feierstunde in Dortmund ausgezeichnet. Im Kreis Wesel wurden zwei Betriebe mit einer Prämie ausgezeichnet. Die Stadt Moers erhielt eine Prämie in Höhe von 26.200 Euro. Der ASG - Betrieb für kommunale Dienstleistungen der Stadt Wesel erhielt eine Prämie in Höhe von 4.400 Euro.

Die Stadt Moers wurde bereits vor vier Jahren für besonderen Arbeitsschutz ausgezeichnet. Damals erhielt die Stadt 34.000 Euro. "Wir erfüllen in der Verwaltung bestimmte Statuten", sagt Stadtsprecher Thorsten Schröder. "Wir haben eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, einen Betriebsarzt mit regelmäßigen Zeiten vor Ort, psychosoziale Beratung sowie ergonomische Ausstattung", zählt Schröder auf. Zusätzlich erhält die Verwaltung Punkte für einen jährlichen Gesundheitstag, der in Kooperation mit einer Krankenkasse durchgeführt wird. Im Falle von Erkrankungen werden dem Mitarbeier in der Regel sehr schnell passende (Steh-Tische) oder Stühle zur Verfügung gestellt. "Das Geld fließt nicht in den Stadthaushalt, sondern wird für die nächsten drei Jahre direkt der Arbeitssicherheit zur Verfügung gestellt", sagt Thorsten Schröder.

Alle Betriebe, die von der Unfallkasse NRW prämiert wurden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich über das gesetzliche Maß hinaus im Arbeits- und Gesundheitsschutz engagiert haben. Die Unfallkasse NRW hat für diese Betriebe rund 517.000 Euro bereitgestellt. Mit den Prämien soll ein Anreiz geschaffen werden, den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben systematisch zu verankern und zu verbessern.

Die 41 Betriebe, die in diesem Jahr ausgezeichnet wurden, stammen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Egal ob es sich um eine Universität, Stadtverwaltung oder um eine Feuerwehr handelt, sie alle haben die Beurteilung der Präventionsexperten bestanden. Grundlage ist ein Bewertungskatalog und die persönliche Prüfung von Experten der Unfallkasse NRW, die nach einem Punktesystem den Arbeits- und Gesundheitsschutz bewerten. Bei allen Betrieben gibt es trotz unterschiedlicher Aufgaben Gemeinsamkeiten.

Obwohl die Schwerpunkte bei einer Feuerwehr oder einem Seniorenheim anders gesetzt werden, haben viele Betriebe ähnliche Themen im Blick. Gesundheit, Arbeitsschutz oder die Organisation und Dokumentation von Arbeitsabläufen gehören dazu.

Ein Bestandteil der Prüfung ist auch der Bereich "Gesundheitsförderung". Je nach Betriebsart gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die eingeleitet werden, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund bleiben. So gibt es Betriebe, die Bereiche mit Aggressionsproblematiken haben (Jobcenter, Sozialämter, Rettungsdienste oder Psychiatrische Kliniken). Hier können Stress- oder Verhaltenstrainings angeboten werden. Gesundheitstage, Ernährungsberatungen und weitere Angebote sind in vielen Betrieben schon vorhanden.

Darüber hinaus werden zur Prämierung auch die Weiterentwicklung der Organisation, Festlegen der Verantwortlichkeiten, Sensibilisierung der Mitarbeiter und die innerbetriebliche Kommunikation begutachtet.

Quelle: RP
 
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