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Moers
Unwetter trifft Rheurdt besonders hart

Moers. Die Gewitterfront, die gestern über den Niederrhein gezogen ist, hat in den Kreisen Kleve und Wesel erhebliche Schäden verursacht. Im Kreis Wesel musste die Feuerwehr 220, im Kreis Kleve sogar 360 mal ausrücken.

Allein in Rheurdt waren 72 Feuerwehrleute die ganze Nacht im Dauereinsatz, um ausgelaufene Keller auszupumpen. Dort sammelte sich das von den Höhen strömende Wasser so schnell in der Kanalisation, dass trotz funktionierender Regenrückhaltebecken die Leistungsfähigkeit der Kanäle überschritten wurde.

In einem Fall war der dadurch verursachte Druck so groß, dass ein Abwasserrohr im Keller aus dem Mauerwerk gerissen wurde. Insgesamt musste die Feuerwehr 25 Keller leerpumpen.

Auch in Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort kam es zu Überschwemmungen. Allerdings blieben dort die Einsatzzahlen der Feuerwehr jeweils im einstelligen Bereich.

In Moers hatte allerdings ein Wassereinbruch beim Straßenverkehrsamt des Kreises Wesel gravierende Folgen. Da Wasser in Elektroschächte eingedrungen war, musste die Behörde gestern den ganzen Tag über geschlossen bleiben. In Moers soll das Edeka-Lager unter Wasser gestanden haben. Das Unternehmen ließ allerdings gestern eine Anfrage unserer Redaktion unbeantwortet. An der Hülsdonker Straße musste ein Teil des Real-Parkplatzes gesperrt werden.

In Neukirchen-Vluyn kam es zu Stromausfällen, weil ein Blitz in eine Leitung eingeschlagen hatte.

(ock)
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