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Moers
Volker Kuinke geht mit Flöte auf Klang-Reise

Moers: Volker Kuinke geht mit Flöte auf Klang-Reise
Mit dem neuen Album hat sich Volker Kuinke einen Traum erfüllt. Er möchte zeigen, dass die Flöte zu mehr in der Lage als Folkmusik ist. FOTO: Fabritz, Moers
Moers. Der Flötist bringt mit "Syrinx Call" ein neues CD-Projekt heraus. Volker Kuinke ist Ballonfahrer und leitet die Bücherei-Filiale Repelen. Von Anja Katzke

Es ist fast so, als tauche man mit den Klängen der Flöte in eine andere Welt ein. Die Musik lässt einen an Irland denken, ein bisschen an Mittelalter und an Filme wie zum Beispiel Herr der Ringe. "Syrinx Call", so nennt Flötist Volker Kuinke sein neues Projekt. Der Titel ist der griechischen Mythologie entliehen: Die Nymphe Syrinx verschmäht die Liebe des Hirtengotts Pan. Zusammen mit dem Musiker und Produzenten Jens Lueck sowie zahlreichen Gastmusikern hat der Düsseldorfer, den die Moerser als Leiter der Bücherei-Zweigstelle in Repelen und als begeisterten Ballonfahrer kennen, ein Album komponiert, das einen Bogen von rockigen Stücken bis hin zur Weltmusik zieht. Der CD-Titel lautet "Wind in the Woods".

Kuinke weiß, dass die Flöte ein Instrument ist, das heute wie aus der Zeit gefallen scheint. "Aber mit keinem Instrument kann man so wunderbar Gefühle ausdrücken", sagt der Musiker. "Das Holz und der Atem des Spielers bringen den faszinierenden Ton hervor. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass es im Raum ganz still wird, sobald die Flöte erklingt." Mit seinem neuen Album möchte Kuinke die Blockflöte von einer ungewohnten und überraschenden Seite zeigen. Die Idee, eine CD zu realisieren, auf der die Blockflöte sozusagen den roten Faden vorgibt, ist schon ein paar Jahre alt. Damals war der Musiker als Gastflötist bei einer Produktion der Sängerin Isgaard involviert. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen", erinnert sich der Flötist. Und irgendwann erzählte er von seinem Traum, zu zeigen, dass Blockflöte zu mehr in der Lage ist, als in Barockmusik oder Folk eine Rolle zu spielen.

Produzent Jens Lueck war gleich angetan von der Idee, auf eine Klang-Reise durch die Musik-Genres zu gehen. Anfang des Jahres startete die Kompositionsphase. In drei Monaten entstanden zwölf unterschiedliche Stücke - darunter eine Hommage an Pink Floyd. Mit "The Place where we will meet" erinnern Kuinke und Lueck an die Band, die ihre Jugendzeit besonders geprägt hatte. Neben anderen Gastmusikern bot auch Isgaard an, einige Gesangsparts beizusteuern. "Das hat mich sehr gefreut", erzählt Volker Kuinke, der für das Album selbst erstmals sang. "Wir haben mit The Minstrel's Song ein Chorstück eingesungen." Die CD "Wind in the Woods" ist nicht das erste Album, das Kuinke veröffentlicht hat. Vor zwei Jahren brachte er zum Beispiel den Film "Traumreisen" über seine Ballonfahrten auf den Markt. Die Musik hatte er gemeinsam mit Volker Förster komponiert.

Die Blockflöte spielt er seit seiner Kindheit: "Sie lag damals unter dem Weihnachtsbaum, und ich wäre sie am liebsten gleich wieder losgeworden", erinnert er sich. In der Moerser Musikschule packte ihn dann aber doch der Ehrgeiz und er entwickelte sich bald zum Improvisationskünstler, der Musik hört und sofort einstimmen kann.

Quelle: RP
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