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Moers
Volksbank will mit Spende Zeichen setzen

Moers: Volksbank will mit Spende Zeichen setzen
Bernd Herz, Guido Lohmann, Pfarrerin Martje Mechels und Holger Hessels (Bürgergemeinschaft). FOTO: Jürgen Stock
Moers. Die erste Phase der Restaurierung des Asberger Ehrenmals ist abgeschlossen. Dank einer Spende der Volksbank Niederrhein kann die Asberger Bürgergemeinschaft jetzt an die Gestaltung eines "Platzes des Friedens" vor dem Denkmal gehen. Von Jürgen Stock

Gestern Morgen, kurz nach elf Uhr im Saal der evangelischen Kirchengemeinde Asberg. Der Bürgerverein Asberg und Pfarrerin Martje Mechels haben eingeladen, um sich bei der Volksbank Moers für eine großzügige Spende zu bedanken, mit deren Hilfe das Denkmal nicht nur restauriert, sondern auch um einen "Platz des Friedens" erweitert werden kann. Bernd Herz, Vorstandsmitglied der Bürgergemeinschaft, hat gerade erläutert, wie das unverhoffte Widerauftauchen der Tafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Asberger die Initiative vor konzeptionelle und vor finanzielle Probleme stelle, als das Gespräch auf einmal eine politische Wendung nimmt.

Guido Lohmann meldet sich zu Wort, der Vorsitzende der Volksbank Niederrhein. Sein Institut wird den Asberger Vereinen zwei Spenden in Höhe von zusammen 3500 Euro überweisen. Mit dem Geld, das zum einen als Unterstützung des Oktoberfestes gedacht ist und zum anderen direkt in das Denkmalprojekt fließt, sollen mögliche Mehrkosten bei der Neugestaltung des Platzes an der Römerstraße kompensiert werden. Doch Lohmann sieht in seiner Spende nicht nur eine Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements: "Wir müssen nach der Bundestagswahl zeigen, was passiert, wenn man wie die AfD zündelt und provoziert. Gerade jungen Leuten müssen wir deutlich machen, wie gefährlich das ist."

Zur Erinnerung: Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen galten seit den 70er Jahren als verschollen. Daher hatten Pfarrerin Mechels und die Bürgergemeinschaft ein Konzept für die Umwandlung des Ehrenmals zu einem Friedensmal entwickelt. Die Tafeln hätten durch Bilder von Opfern der Kriege ersetzt werden sollen: von Toten des Ersten Weltkrieg bis zu Vertriebenen des Bürgerkriegs in Syrien. Als jedoch vor kurzem die Namenstafeln unter dem Denkmalputz wiederentdeckt wurden, war das Konzept in der ursprünglichen Form hinfällig, da sich alle Beteiligten einig waren, dass die beschädigten Tafeln nicht nur erhalten, sondern auch restauriert werden sollten. Was aber sollte mit den Foto-Tafeln geschehen, und was aus der Idee werden, Kinder ein Mosaik des Friedens anlegen zu lassen? Für diese Neukonzeption würde, so Herz, zusätzliches Geld benötigt, das aus dem Erlös des Oktoberfestes und den bisher eingegangenen Spendenzusagen alleine nicht zusammengekommen wäre. Nun aber sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass zum Volkstrauertag im kommenden Jahr das Projekt vollendet sein wird.

Für das Oktoberfest am 7. und 8. Oktober gibt es nur noch für den Freitag wenige Restkarten. Bislang wurden 2152 Karten verkauft.

Spendenkonto Asberger Bürgergemeinschaft DE 09 3546 1106 7020 3800 25, "Ehrenmal Asberg"

Quelle: RP
 
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