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Moers
Von Herrenausstattern, Klodeckeln und anderen Missgeschicken

Moers: Von Herrenausstattern, Klodeckeln und anderen Missgeschicken
Benni Stark moderierte den ersten Comedy-Salon nach der Sommerpause. Er ist aktuell einer der Shootingsstars in der Comedy-Szene. FOTO: RP-Archivfoto
Moers. Vier gut gelaunte Comedians unterhielten das Publikum beim Comedy-Salon im Bollwerk 107 in Moers mit kleinen irrwitzigen Anekdoten. Von Birgit Lameyer

Der Comedy-Salon ist aus der Sommerpause erwacht. Benni Stark, Don Clarke, Helmuth Steierwald und Jan van Weyde waren auf der Bühne im Jugendkulturzentrum Bollwerk 107 zu Gast. Shootingstar Benni Stark weiß, wie gesicherte Ware nicht piepst, wenn man das Geschäft verlässt, ohne zu bezahlen. Der erfahrene Herrenausstatter moderierte den Comedy Salon und gab das eine oder andere Geheimnis aus jahrelanger Arbeit im Einzelhandel preis. Glaubt man ihm, wird dort vom Anzug bis zum Toilettenpapier alles Mögliche entwendet: "Die klauen sogar WC-Deckel vom Kundenklo!" Eigentlich sei Herrenausstatter nicht sein Traumberuf gewesen, er wollte lieber Pornodarsteller oder Zuhälter werden. Der Traum platzte, weil das keine Ausbildungsberufe sind.

Als ersten begrüßte er Don Clarke auf der Bühne. Der Brite brachte Häppchen aus seinem Programm "Sex und Sechzig" mit. Er sinnierte über den richtigen Zeitpunkt, mit der Diät zu beginnen. Sein Motto: "Wenn du abnehmen willst, musst du erst mal zunehmen." Sonst bleibt ja nicht mehr viel übrig. Also nahm er erst einmal fünf Kilo zu. Schnell waren es zehn, dann auf einmal 29 Kilo. "Ich habe die Kurve gesehen, aber ich habe sie nicht gekriegt", sagt er über sein Scheitern. Die Liebe zum Imbiss-Essen wurde ihm zum Verhängnis. Dort schmeckt ihm mit der richtigen Würze einfach alles: "Frikadelle mit scharfem Senf schmeckt genauso gut wie Raufaser mit scharfem Senf."

Der nächste Gast stellte sich so auf der Bühne des Comedy Salons vor: "Mein Vater ist Iraner, meine Mutter ist Türkin und ich bin Helmuth Steierwald". Die Herkunft sei "undeutsch", aber gut integriert. Der Nürnberger Comedian hat sich den Namen spontan nach einem Gelage auf dem Münchener Oktoberfest zugelegt. Auch sonst hat er schon viel getan, um sich anzupassen, beispielsweise der "Europäischen Kahlheit". Als er über die damit verbundenen Qualen im Waxing-Studio erzählte, fühlten die Zuschauer hörbar mit, wo es wehtat. Jetzt kann er sich aber immerhin in Menschen hineinversetzen, die sich morgens über kalte Klodeckel beschweren.

Der letzte Comedian in der Runde war Schauspieler Jan van Weyde. Er plauderte aus seinem Leben als stolzer Vater einer dreijährigen Tochter. "Ich wusste nicht, dass das Leben vorbei ist, sobald die Kleine auf der Welt ist", teilte er seine bittere Erkenntnis mit dem Publikum im Bollwerk 107.

Quelle: RP
 
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