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Moers
Vorfreude auf "Alice im Wunderland"

Moers: Vorfreude auf "Alice im Wunderland"
Regisseurin Susanne Zaun (links) und Theaterpädagogin Maria Filimonov in der Kulisse von "Alice im Wunderland". FOTO: Klaus Dieker
Moers. Das neue Stück des Moerser Schlosstheaters entführt Groß und Klein in eine fantastische Welt voller unvorstellbarer Dinge und skurriler Figuren. Premiere ist am 20. November in der Festivalhalle. Von Ulrike Rauhut

Über die riesige Leinwand-Kulisse bewegen sich vielfache Mädchenfiguren mit blauem Kleidchen und weißem Hasenkopf. Schließlich bricht eine dieser Figuren durch den großen Spiegel in der Mitte. Es ist Alice, die unversehens durch den Kaninchenbau in eine fremde, fantastische Welt gepurzelt ist. Hier sind sämtliche Regeln außer Kraft gesetzt. Zeit und Raum geraten ins Wanken.

"Das Unmögliche zu schaffen gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet", sagt der Hutmacher. Es ist einer dieser Sätze, die bei allem Nonsens Sinn machen. Und er trifft auch auf das Team des Moerser Schlosstheaters zu, das jetzt den Kinderbuchklassiker "Alice im Wunderland" auf die Bühne der Festivalhalle am Solimare bringt. Denn Autorin und Regisseurin Susanne Zaun hat die Herausforderung angenommen, die vielen skurrilen Figuren, wie den verrückten Hutmacher, die Grinsekatze, die Herzkönigin oder Humpty-Dumpty mit nur zwei Schauspielern lebendig werden zu lassen. Beide schlüpfen auch in die Alice-Rolle, denn Alice ist nicht nur ein sehr fantasievolles Kind, das sich gegen Autoritäten auflehnt. Sie ist auch ein Kind, das sich selbst verliert, sich sucht und sich selbst begegnet. Neben Patrick Dollas vom Moerser Ensemble ist das die junge Pola Jane O'Mara.

Die Inszenierung des berühmten Kinderbuchklassikers von Lewis Carroll war ein Herzenswunsch der Regisseurin, die sich bei der Textfassung am dramatischen Aufbau und am Sprachwitz der Vorlage orientiert hat. Unterstützt wird sie von der Theaterpädagogin Maria Filimonov, die zudem als "Stimme aus dem Off" dem Stück einen erzählerischen Rahmen gibt. "Ein großes Thema des Stückes ist die Frage danach, wer über wen bestimmen darf", erzählen die Theatermacher. "Alice ist nicht die typische Heldin, aber sie ist ungewöhnlich mutig, widerspricht den Erwachsenen, geht unerschrocken ihren Weg - insofern ist sie eine vorbildliche Figur, deren Gefühle den Kleinen und Großen wohlbekannt sind."

Obwohl die Geschichte vielen Zuschauern bekannt sein dürfte, macht das Junge Schlosstheater daraus etwas ganz Neues und Eigenes. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten hat Susanne Zaun gezeigt, wie Klassiker auf phantasievolle und humorvolle Weise neu interpretiert werden können. "Alice im Wunderland" ist nach einem erfolgreichen "Don Quijote" und einer viel umjubelten "Schneekönigin" ihre dritte Produktion in Moers. Eine wichtige Rolle spielt auch der Sound, den Bernhard La Dous kreiert hat. Für die theaterpädagogische Arbeit hat Maria Filimonov Begleitmaterialien erstellt, die nach der Premiere angefordert werden können. Auch kommt sie auf Anfrage in Schulen und erarbeitet das Stück mit den Kindern.

Vormittagspremiere: Freitag, 20. November, 10 Uhr, Nachmittagspremiere: Sonntag, 22. November, 15 Uhr. Vormittagsvorstellungen für Gruppen bis Februar, Familienvorstellungen jeweils um 15 Uhr an Adventssonntagen. Festivalhalle, Filder Straße 144. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7. Gruppen ab fünf Kinder je 5 Euro. Gruppenreservierungen und Infos: 02841 8834112, Karten: 02841 8834110.

Quelle: RP
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