| 00.00 Uhr

Musik
Vorhang auf zur ersten Blueswoche

Musik: Vorhang auf zur ersten Blueswoche
Angela Brown singt heute Abend um 20 Uhr im Café Jedermann. Beim Eröffnungskonzert der Blueswoche stehen drei Frauen auf der Bühne. FOTO: bsen
Moers. Jedermann und Kulturdepartement haben sich zusammengetan und feiern zusammen mit der Röhre die erste Moerser Blueswoche mit Konzerten und einem Gitarren-Workshop.

Er ist die Wurzel der modernen Musik. Jazz, Pop, Rock - alles entwickelte sich aus dem Blues. Jedermann, Kulturdepartement und Röhre widmen dem oft traurig kingenden Urvater der meisten populären Musikstile eine Veranstaltungsreihe. Die Blueswoche steht in den Startlöchern - und das gibt es zu sehen und zu hören.

Donnerstag, 25. Februar, 20 Uhr

"Ladies sing the Blues" heißt es heute Abend ab 20 Uhr im Café Jedermann, Geldernsche Straße 16 (Tickets 15 Euro, Abendkasse 18 Euro). Wenn sich drei der aktuell besten Blues-Vokalistinnen versammeln, ist hochkarätige Musik angesagt: Angela Brown, Gina Dunn und Scarlett Andrews - das ist akustischer Blues in seiner reinsten Form. Unterstützt werden die Damen von Christian Christl als Pianisten und Christian Noll an der Blues-Harp.

Angela Brown, Chicago: "The brown Angel from Chicago" tourt seit den 1980er Jahren durch die USA und Europa, spielte im Musical "The little dreamer" die Rolle der Bessie Smith und gehört zum Besten, was dem Blues-Gesang passieren konnte.

Gina Dunn, Texas: Ginas Stimme hat die unverwechselbaren Eigenschaften des Blues: Dynamik, Feeling, Groove. Sie tourt seit Jahren als Gastsängerin mit den besten Jazzbands Europas und überzeugt durch ihre Ausdrucksfähigkeit.

Scarlett Andrews, Essen: Scarlett gehört zur Generation der jungen Blues-Sängerinnen. Sie liebt die eleganten und verruchten Songs der Ladies aus der Zeit der Vaudeville-Shows und war schon in Frankreich, Österreich, der Schweiz und in Ungarn auf renommierten Festivals zu hören.

Freitag, 26. Februar, 21 Uhr

Der US-amerikanische Gitarrenspieler Tom Shaka tritt mit dem deutschen Blues-Harp-Musiker Christian Noll in der Röhre, Weygoldstraße 10, auf (Tickets 13 Euro, Abendkasse 16 Euro). Shaka erlernte bereits als Elfjähriger das Gitarrenspiel. 1953 in Middletown, Connecticut geboren, gilt er heute als vielseitiger und virtuoser Musiker und Sänger, der neben der Gitarre ebenso die Mundharmonika, die Ukulele, die Mandoline oder die One-String-Git-Fiddle beherrscht. Wer Tom Shaka je auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass er den Blues nicht nur spielt, sondern dass er ihn lebt.

Christian Noll ist der Geheimtipp unter den deutschen Blues-Harp-Spielern. Das Spiel des Moersers ist "chicagolastig" und trotz seiner nicht amerikanischer Herkunft dennoch authentisch. Erste, professionelle Bühnenerfahrung sammelte er mit Eddie C. Campbell. Mit seinen eigenen Projekten "Dirty Rhytm"-"Blue Ray & the Players" verdiente er sich die nötigen Sporen. Auch gesanglich lebt Noll den Blues und manch ein Kritiker fragte sich bereits, ob er den Gesang oder das Harpspiel besser finden solle. Für den Gig in der Röhre treffen die beiden zum ersten Mal geplant aufeinander. Hier erlebt der Zuschauer sozusagen eine Weltpremiere.

Sonntag, 28. Februar, 14 Uhr

"Play the Blues with Kai Strauss" heißt der Workshop in der Reihe "Real Blues Guitar" (Kursgebühr: 38 Euro, etwa 2 x 90 Minuten), mitgebracht werden muss die E-Gitarre und ein Verstärker. Bei dem Workshop werden Einblicke in die verschiedensten Bereiche der Blues-Gitarre gegeben. Spieltechniken, authentisches Blues-Spiel und ein Blick in die persönliche Trickkiste des Referenten Kai Strauss inklusive.

Der 1970 geborene Strauss spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Gitarre und hat sich das Bluespiel überwiegend autodidaktisch beigebracht. Strauss wird mittlerweile unter Genre-Fans und in der Fachpresse zu Europas führenden Bluesgitarristen gezählt. Der sympathische Osnabrücker ist außerdem ein in der Bluesszene gefragter Session-Gitarrist.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Musik: Vorhang auf zur ersten Blueswoche


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.