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Moers
Vortragsmarathon begeistert die Zuhörer

Moers. 26 Schüler des Adolfinums haben ihre Projektarbeiten zu Themen wie "Das Sonnensystem" und "Penicillin" vorgetragen. Von Jutta Langhoff

"Das Sonnensystem", "Penicillin - Königin der Arzneimittel", "Delfine" oder "Die Kuh, das Auto und der Klimawandel?!", so und anders lauteten die Themen eines ungewöhnlichen Vortragsmarathons, der am Mittwoch im Moerser Gymnasium Adolfinum stattfand. Insgesamt 26 Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis acht referierten dort zwischen 17 und 19 Uhr über allerlei Themen des Alltags und bewiesen dabei, dass das Aneignen von Wissen keineswegs nur mühsam, sondern durchaus spannend sein kann.

"Erweiterungsprojekt" heißt die ungewöhnliche Lerninitiative, die seit inzwischen 16 Jahren den Adolfiner Gymnasiasten die Möglichkeit gibt, selbstständig ein Thema ihrer Wahl zu untersuchen und das Ergebnis dann abschließend öffentlich zu präsentieren. "In der Regel sind das begabtere Schülerinnen und Schüler, aber auch solche, die sich einfach nur für eine bestimmte Sache besonders interessieren", erklärte der für das Projekt zuständige Lehrer Ernst Kittner. "Die fragen wir dann, ob sie Lust haben, an unserem Erweiterungsprojekt teilzunehmen." Wer zustimmt, hat ein Schulhalbjahr Zeit, sein selbstgewähltes Thema, wenn nötig auch während der regulären Unterrichtszeit zu untersuchen.

In dieser Zeit steht jedem Teilnehmer ein betreuender Lehrer als Berater zur Seite. Sie geben zwar hin und wieder ein paar Tipps und achten vor allem darauf, dass das abschließende Referat nicht länger als zehn Minuten in Anspruch nimmt. Alles Übrige, also die Suche nach Fachliteratur und anderen Quellen sowie die Strukturierung des Themas und dessen sprachliche und optische Aufbereitung müssen die beteiligten Schüler jedoch selbstständig erledigen.

So beschrieb die 13-jährige Mona Hamid in ihrem Referat "Magersucht - ein Weg zur Selbstzerstörung" zunächst das Krankheitsbild an sich, gab dann einen Überblick über den derzeitigen Stand der Ursachenforschung und informierte zum Schluss über entsprechende Behandlungsmethoden. Der gleichaltrige Jasper Sitte ging sein Thema "Das Phänomen der Dissonanz" ähnlich an, untermalte seine Ausführungen dabei aber zusätzlich noch mit praktischen Beispielen auf der Geige. Und die elfjährige Emily Braun ließ bei ihrem Vortrag über die Kombination von Sprache und Gesten die Zuhörer sogar mehrfach eine Verbeugung machen und dazu mit an einander gelegten Handflächen das japanische Grußwort "Konichima" sprechen. Leider konnte man in den zwei Stunden nur eine Auswahl der 24 Referate besuchen. Der gesamte Vortragsmarathon war in fünf 20-minütige Zeitabschnitte aufgeteilt, wobei immer jeweils fünf, beziehungsweise vier Referate zeitgleich stattfanden.

Quelle: RP
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