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Moers
Warum Sporthelfer auch Streitschlichter sein können

Moers: Warum Sporthelfer auch Streitschlichter sein können
Spaß gehört zur Ausbildung: Hier geht es darum, untergehakte Mitschüler aus einem Kreis zu ziehen. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Am Grafschafter Gymnasium absolvieren 25 Schüler zurzeit eine Ausbildung, die Sport und Mediation verbindet. Von Peter Gottschlich

Schüler, die Sporthelfer sind, gibt es an mehreren Moerser Schulen, zum Beispiel der Heinrich-Pattberg-Realschule oder dem Gymnasium Rheinkamp. Auch Schüler, die Streitschlichter sind, kann man an Moerser Schulen finden, etwa der Hermann-Runge Gesamtschule oder der Justus-von-Liebig-Hauptschule. Doch nur an einer Schule, dem Grafschafter Gymnasium, sind die Sporthelfer gleichzeitig Streitschlichter.

"Zur Ausbildung zum Sporthelfer gehört bereits das Modul Konfliktmanagement", sagt Bärbel Ehrig und berichtet, wie sie als Sportlehrerin und Mediatorin auf die Idee kam, beide Felder miteinander zu verbinden. "Dieses Modul ist der Grundstein für die Streitschlichtung. Zudem sind Sporthelfer und Streitschlichter ähnliche Typen. Sie haben ein hohe soziale Kompetenz und übernehmen Verantwortung."

Zurzeit begleitet sie 25 Neun- bis Elftklässler, die sich in vier Modulen außerhalb der Schulzeit zu Sporthelfern und Streitschlichtern ausbilden lassen. Im ersten Modul geht es um Spiele wie Direktball, also eine Kombination auf Handball und Fußball. Außerdem setzen sie sich mit Sicherheitsfragen auseinander.

Die angehenden Sporthelfer stellten sich während des ersten Moduls auch die Frage: "Warum will ich Sporthelfer werden?" Sie beantworten sie individuell. "Die Truppe ist lustig", sagt beispielsweise Philipp Cladders. "Es macht Spaß, dabei zu sein." Der 17-jährige Elftklässler gehört der Squash-Jugendnationalmannschaft an und schlägt beim Bundesligisten Turnhalle Niederrhein Krefeld die Bälle an die Wand.

Am Samstag absolvierte er an der Sporthalle an der Bankstraße mit den anderen 24 Schülern das zweite Modul, in dem sie neben Erster Hilfe vor allem übten, andere zu einem gemeinsamen Spiel anzuleiten, zum Beispiel Völkerball.

Im dritten Modul lernen die Schüler das Konfliktmanagement kennen, im vierten und letzten geht es dann um die Streitschlichtung. Dann, Mitte Februar, werden sie ihre Ausbildung zu Sporthelfern und Streitschlichtern abgeschlossen haben.

Quelle: RP
 
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