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Klingelbeutel
Was ist wirklich wichtig?

Moers. Der November ist der Monat der unterschiedlichsten Gedenktage an die Verstorbenen. Am 2. November wird in der katholischen Kirche das Fest Allerseelen gefeiert, am Tag davor das Fest Allerheiligen. Der 13. November ist der Volkstrauertag und am 20. November begeht die evangelische Kirche den Totensonntag. Es sind Tage, an denen wir uns mit der Gewissheit des Todes konfrontiert sehen. Wir ehren die Verstorbenen durch das Schmücken der Gräber, zünden Lichter an, legen Kränze ab, feiern Gottesdienste und halten Gedenkfeiern ab. Diese Tage haben unterschiedliche Dimensionen. Zum einen ist es die Erinnerung und die Trauer um die Verstorbenen. Zum anderen können diese Tage dazu dienen, selbst über das eigene Leben tiefer nachzudenken.

Vor einiger Zeit habe ich das Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" von Bronnie Ware gelesen. Sie beschreibt darin ihre Begleitung von sterbenden Menschen und was diese Menschen im Rückblick auf ihr Leben bereuen. Das ist 1. die Erkenntnis, eigene Wünsche und Bedürfnisse immer wieder hinten angestellt zu haben, 2. viel zu viel gearbeitet zu haben, 3. Freundschaften zu wenig gepflegt haben, 4. keinen Mut gehabt, eigene Gefühle auszudrücken, und 5. sich selbst nicht erlaubt haben, glücklich zu sein.

Vielleicht ist ein Spaziergang im bunten Herbstwald oder ein Besuch auf dem Friedhof eine gute Gelegenheit, die eigenen Gedanken einfach schweifen zu lassen und über diese Dinge nachzudenken.

Kathrin Stürznickel, Pastoralreferentin St. Martinus, Moers.

Quelle: RP
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