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Moers
Weihnachtsmarkt zählt 260.000 Besucher

Moers: Weihnachtsmarkt zählt 260.000 Besucher
Monika Nißing (links), Martin Schleß und Elisabeth Schleß lassen es sich auf dem Moerser Weihnachtsmarkt gutgehen. FOTO: reichwein
Moers. Schlechtes Wetter zog einen Gäste- und Umsatzrückgang nach sich. Chef-Organisator Michael Birr ist dennoch zufrieden. Im nächsten Jahr ist eine Erweiterung Richtung Schloss denkbar. Von Josef Pogorzalek

Wenn's um den Abbau geht, sind die Weihnachtsmarkt-Macher ganz fix: Gestern Abend wurde auf dem Kastellplatz noch einmal gefeiert, heute Nachmittag soll er schon wieder zum Parken zur Verfügung stehen. Rund 260.000 Menschen haben seit dem 23. November den Moerser Weihnachtsmarkt besucht, berichtete Michael Birr, Geschäftsführer der Moers Marketing. Viele Gäste seien aus dem Umkreis der Stadt und aus den Niederlanden angereist. Das Ziel von 300.000 Besuchern sei aufgrund des Wetters verfehlt worden, sagte Birr. "Man konnte diesmal eher die trockenen Tage zählen als die regnerischen."

An schönen Tagen habe der Markt aber "extrem gut funktioniert", sagte Birr. Zufrieden zeigte er sich auch, weil es besonders "ruhig" gewesen sei. Unfälle oder Straftaten habe es so gut wie nicht gegeben. Birr führte dies auch auf eine starke Präsenz von Mitarbeitern des Organisationsteams, eines Sicherheitsdienstes und der Polizei zurück.

Aufgrund der Besucherzahlen liege der Umsatz insgesamt bei 15 bis 20 Prozent unter dem des Vorjahres, sagte Birr. Allerdings sei dies von Händler zu Händler sehr unterschiedlich, insbesondere bei den "Non-Food"-Anbietern. Während einige sich über Rekordumsätze gefreut hätten, beklagten andere Einbußen von bis zu 30 Prozent gegenüber 2016. "Allerdings sind das Klagen auf hohem Niveau", betonte Birr, denn der Markt im vorigen Jahr sei aufgrund seiner Länge und guten Wetters besonders ertragreich gewesen.

Belassen will es Birr künftig bei der Mischung aus "besinnlichen Momenten" (wie dem Kerzenabend oder der Enni-Familienweihnacht) sowie einem Bühnenprogramm, das mit Pop, Soul und Funk auch ein jüngeres Publikum anspricht. Eine Verbesserungsidee für nächstes Jahr gebe es: "Wir wollen neue Beleuchtungselemente anschaffen."

Eine Absage erteilte Michael Birr einer Erweiterung des Weihnachtsmarktes in die Homberger Straße und die Altstadt. "Wir sollten ihn nicht zerstückeln." Zudem fehle es in den Altstadt-Straßen am erforderlichen Platz. Und: "Wir würden den Einzelhandel massiv schädigen, wenn wir den Geschäften die Schaufenster zustellen." Schließlich sei die Weihnachtszeit für den Einzelhandel die umsatzträchtigste im Jahr.

Der Idee, den Weihnachtsmarkt in Richtung Schlosspark zu erweitern, steht Birr offen gegenüber. Er könne sich bereits im nächsten oder übernächsten Jahr ein zusätzliches Angebot mit mittelalterlichem Flair, weniger Licht und weniger Showprogramm am Schloss vorstellen. Voraussetzung sei eine politische Entscheidung für Events am Schloss - und eine entsprechende finanzielle Ausstattung der Moers Marketing.

Quelle: RP
 
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