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Kreis Wesel
Weiss (CDU): "Haben fast alles erreicht, was wir wollten"

Kreis Wesel. Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Sabine Weiss aus Dinslaken hat nach der für sie erfolgreichen Bundestagswahl bei der jüngsten Kreisversammlung ein Lob an ihre Mitglieder ausgesprochen. "Wir haben fast alles erreicht, was wir erreichen wollten", sagte die CDU-Politikerin in ihrem Jahresbericht beim 70. Kreisparteitag in der Niederrheinhalle Wesel. Die Ziele und Ansprüche, die sich die Christdemokraten im Kreis vor einem Jahr gesetzt hatten, seien größtenteils erfüllt worden. "Es gibt kein Störfeuer aus den eigenen Reihen, sondern Einigkeit innerhalb der Partei. Das ist nicht selbstverständlich", sagte Weiss. "Wir im Kreis Wesel haben erneut bewiesen, dass wir eine CDU-Familie sind, die - wenn es darauf ankommt - geschlossen und vereint zusammensteht." Von Sebastian Peters

Scharf kritisierte Weiss die frühere rot-grüne Landesregierung: "Rot-Grün ist abgewählt. Damit hat nun endlich die Politik des Versagens auf ganzer Linie unter Frau Kraft ein Ende gefunden." Der neue Ministerpräsident Armin Laschet arbeite hingegen "bisher sehr erfolgreich". Mit der Wahl von Charlotte Quik sei der Kreis Wesel in Düsseldorf "bestens vertreten", sagte Weiss. Sie äußerte gleichzeitig ihr Bedauern darüber, dass Simone-Tatjana Stehr, Ingo Brohl und Rainer Groß den Einzug ins Düsseldorfer Parlament verpasst hätten.

Auch die Bundestagswahl sei für den Kreis Wesel aus CDU-Sicht sehr erfolgreich gewesen, sagte die Vorsitzende der Kreis-Partei. Alle drei Wahlkreise werden durch die CDU mit Sitz und Stimme im neuen Berliner Parlament vertreten sein. Weiss verwies dabei auch auf ihr Ergebnis im Wahlkreis Wesel I, welches sie mit noch deutlicherem Vorsprung gegenüber den Herausforderern geholt hatte. Ihr Ergebnis kommentierte sie mit Bezug auf den Sport: "Dort heißt es, wer einen Pokal zum dritten Mal gewonnen hat, darf ihn behalten. Und zwar für immer".

In den kommenden Monaten werde die Union konsequent das Wahlergebnis aufarbeiten. Dazu gehöre auch, das Vertrauen der Wähler, die aus Frust oder Sorge die AfD gewählt haben, zurückzugewinnen. Der SPD wirft Weiss vor, sich "feige aus ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gestohlen" zu haben. Die Verhandlungen zu einer Jamaika-Koalition würden nicht einfach werden, aber sie sei zuversichtlich, dass "wir einer möglichen Jamaika-Koalition einen christdemokratischen Stempel aufdrücken können".

Quelle: RP
 
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