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Gymnasium Adolfinum
Wiedersehen 50 Jahre nach dem Abitur in der alten Schule

Moers. Klassentreffen haben besonderes Flair. Aber ein Treffen 50 Jahre nach dem Abitur verdient besondere Aufmerksamkeit für die ehemaligen Adolfiner. 1965 bauten sie am Moerser Gymnasium ihr Abi, um dann zu studieren. "Wir waren über 30 Oberprimaner. Damals machten wir noch vor Ostern unser Abitur", sagt Wolfgang Peters, der zusammen mit Klassenkamerad Bernd Holtkamp das goldene Abiturjubliläum vorbereitet hatte.

Eine Besichtigung ihrer alten Schule war daher ein absolutes Muss. Der Gang durch das Adolfinum, das sich mittlerweile durch Anbau und umfangreiche Sanierungen verändert hat, ließ schnell alte Erinnerungen hochkommen. An heilige Räume, wie das Lehrerzimmer, das heute Bibliothek ist. Oder an den Tag der mündlichen Prüfung, die Prüfungssituation am 26. Februar 1965, den Aufenthalt im Vorbereitungsraum unter dem Dachgeschoss, die Solidarität miteinander, als die Oberprimaner einzeln zur mündlichen Prüfung abgeholt wurden. "Wir waren schon eine tolle Truppe. Auf uns wartete das versammelte Lehrerkollegium. Den Vorsitz für unsere letzte mündliche Prüfung hatte Schulleiter Dr. Marx", erzählt Wolfgang Peters. Besonders der Pädagoge Wilhelm Marx, liebevoll von allen Schülergenerationen Padder Marx genannt, ist im Gedächtnis geblieben. Er galt als der alle verbindende Geist des Adolfinums. "Der war für uns etwas Besonderes und Vorbild, eine sehr geachtete Person, ein Humanist", beschreibt ihn Peters.

In Erinnerungen an eine "wunderbare Schülerzeit" zu schwelgen, alte Fotos zu tauschen war die eine Seite des Treffens, sich in ihrer "Penne" zu verewigen die andere Seite. Seit 1990 ist es üblich, nach dem Abitur Namenstafeln im "Adolf" anzubringen. Zum goldenen Abi-Jubiläum bot sich die Gelegenheit, eine solche Tafel zu montieren. Bewegende wie grenzüberschreitende Momente, wie Wolfgang Peters feststellt. "Wir haben mit Champagner angestoßen und auf die alte Schülerherrlichkeit ein Lied gesungen." Auch 50 Jahre nach dem Abi lebt die Freundschaft untereinander weiter, wie Anreisen aus der Schweiz, Spanien und Amerika zeigen. "Extra für dieses Treffen", sagt Wolfgang Peters, der Lehrer am Grafschafter Gymnasium war. Einig sind sich die Ehemaligen darin, ein solches Klassentreffen zu wiederholen.

Der Kontakt von Schülergenerationen untereinander wird durch den Verein der "Ehemaliger Adolfiner" gepflegt. "Wir bleiben auf dem Laufenden", sagt Wolfgang Peters. So konnte beispielsweise mit Spendengeldern das Nutzungsrecht der Grabstätte des Schulleiters Dr. Marx verlängert werden, um das Grab "unseres Padder" zu erhalten, heißt es in der Niederschrift von 2014.

Infos vom Verein der Ehemaligen unter www.adolfinum.de (sabi)

Quelle: RP
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