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Moers
Windpocken in Kapellener Flüchtlingsunterkunft

Moers. In der Landesnotunterkunft Kapellen ist ein Kind an Windpocken erkrankt. Es musste mitsamt seiner Eltern in ein für diesen Zweck bereits zuvor extra eingerichtetes Quarantänezimmer ziehen. In der Stadt waren gestern Gerüchte verbreitet worden, es seien in Kapellen insgesamt rund 40 Menschen erkrankt.

"Das stimmt nicht", betonte ein Sprecher des Gesundheitsamtes im Gespräch mit unserer Zeitung. "Wir haben nur einen Fall. Eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht nicht", erklärte der Sprecher weiter. In den vergangenen zwei Tagen seien zahlreiche Bewohner der Flüchtlingsunterkunft auf freiwilliger Basis geimpft worden. Zuvor sei abgeklärt worden, wer bereits eine Impfung erhalten habe oder einmal an Windpocken erkrankt sei. In diesen Fällen besteht Immunität gegen die Krankheit, die bei Kindern meist harmlos ist, bei Erwachsenen in einigen Fällen jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann.

Um eine Ausbreitung zu vermeiden, wird es in den nächsten zwei Wochen keinen Bewohnerwechsel geben, hieß es bei der Stadtverwaltung weiter.

(ock)
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