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Moers
"Wir müssen ein Gesamtpaket für Schaephuysen schnüren"

Moers. Gibt es für Volksbank-Kunden in Schaephuysen doch noch eine gute Nachricht? Die Rheurdter Gemeindeverwaltung wartet auf ein Statement der Volksbank an der Niers zum Ergebnis der jüngsten Regionalkonferenzen. "Diese Konferenzen sind Versammlungen der Vertreter der Anteilseigner", erläutert Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. "Für Schaephuysen gibt es sieben Delegierte." Dass bei den Konferenzen auch über die viel kritisierte Schließung von Niederlassungen in kleineren Ortschaften gesprochen wird, kann als sicher gelten. "Wie ich gehört habe, war die letzte Versammlung am Montag", sagt Kleinenkuhnen. Er hofft, dass die Bank die Ergebnisse bald öffentlich macht. "Wir stehen beispielsweise in Verhandlungen, ob in Schaephuysen zumindest ein Geldautomat bleiben kann", berichtet er.

Die Nachricht von der Schließung der Volksbank-Filiale hatte die Bürger in der Ortschaft bestürzt. Kurz zuvor hatte der Rat beschlossen, dass die Grundschule im Dorf aufgegeben wird, im vergangenen Jahr hatte die Sparkasse ihre Niederlassung geschlossen. Das sind alles Nackenschläge für jene Einwohner, die ihr Dorf Schaephuysen als lebendig und lebenswert bewahren möchten.

Klaus Kleinenkuhnen warnt jedoch vor Pessimismus. Nach seiner Wahrnehmung gebe es in der Ortschaft einen starken Willen, das Problem anzugehen. Schnellschüsse seien aber wenig hilfreich. "Blinder Aktionismus hat keinen Sinn", kommentiert der Bürgermeister. "Wir müssen ein Gesamtpaket schnüren und eine Zielperspektive entwickeln." Kleinenkuhnen deutet an, dass bereits vielversprechende Dinge im Gang seien, die von engagierten Bürgern im Ort angestoßen werden.

(s-g)
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