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Moers
Wohnen wie im Feriendorf

Moers. Gegenseitige Hilfe: In Hochstraß wird Nachbarschaft groß geschrieben.

Neuland hat die Stadtbau Moers GmbH mit dem Mehrgenerationen-Wohnen in der Eichenstraße in Hochstraß betreten. Gut ein Jahr nach dem Erstbezug Ende 2014 steht fest: Der Schritt war richtig. "Ich habe mich gefreut, als ich gehört habe, dass dieses Projekt entsteht. Jetzt kann ich sagen: Es ist gelungen", berichtet Mieterin Jenny Friesen. Lange habe sie gesucht. Da ihre Tochter im Rollstuhl sitzt, mussten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

"Hier passt alles. Wir fühlen uns wohl. Meine Tochter bekommt Hilfe von Nachbarn und hat zwei Freundinnen gefunden", erzählt sie glücklich. Und genau so war die Wohnform angelegt - auf das Miteinander der Generationen und Kulturen. Die Mieter haben während der Bauzeit an fünf Workshops teilgenommen, die das Kennenlernen untereinander fördern sollten. Insgesamt hat der Komplex drei Häuser mit 21 Wohnungen, in denen 55 Menschen wohnen.

Haus C hat einen Aufzug. Hier wohnen viele Ältere. Jeder kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten engagieren, muss es aber nicht. Die Nachbarn schauen in Urlaubszeiten nach dem Rechten, passen auf Kinder auf, helfen bei Hausaufgaben, basteln gemeinsam oder übernehmen auch mal Krankentransporte. "Wir sind wie eine große Familie, eine Patchwork-Familie", lacht Annamaria Reiners. Ein Gemeinschaftsraum in Haus B ist das "Herzstück". Dort treffen sich regelmäßig die Mieter.

Hier haben auch schon etliche Feste stattgefunden. "Meine Tochter sagt immer, das ist hier wie in einem Feriendorf", sagt Mieterin Beate Bierod schmunzelnd. Natürlich gibt es manchmal auch Probleme. "Die Mieterschaft hat dieselben Probleme wie in anderen Häusern", so Andrea Spitz von der Stadtbau. "Der Unterschied ist, dass die Mieter gemeinsam Lösungen suchen und finden."

Quelle: RP
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