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Moers
Yeah, Yeah, Yeah mit den Cavern Beatles im Kulturzentrum

Moers. Beatles-Fans reisten musikalisch mit der Tribute-Band in die 1960er Jahre. Die Songs der Fab Four sind noch heute Ohrwürmer. Von Peter Gottschlich

Die Haare mancher Fans sind leicht ergraut. Schließlich klettern sie seit einem halben Jahrhundert mit John Lennon und Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr in die "Yellow Submarine", um mit ihnen musikalisch das Meer aus Pop, Rock und Psychodelic zu durchfahren.

Da das Original seit 46 Jahren nicht mehr die Leinen loslegt, suchen sie andere Wege, um in die Zeit der 60er Jahre abzutauchen. Für sie soll es möglichst wie damals sein, so wie am Freitagabend beim Konzert der "The Cavern Beatles" im Rheinkamper Kulturzentrum. 100 Altfans und genauso viele jüngere Beatlesliebhaber erlebten die Musik der vier Liverpooler Jungen, die im August 1960 erstmals unter dem Namen Beatles im Hamburger Nachtclub Indra auf der Bühne standen.

Wie ihr verwaschener Akzent zeigt, stammen die vier Mitglieder der Tribute-Band wie ihre Vorbilder aus Liverpool: Paul Tudhope als Sänger und Rhythmusgitarrist John Lennon, Chris O'Neil als Sänger und Gitarrist Paul McCartney, Rick Alan als Sänger und Leadgitarrist George Harrison sowie Simon Ramsdon als Schlagzeuger Ringo Starr. Die Reise beginnen sie im Cavern Club in Liverpool, wo die Beatles ab 1961 300 Auftritte hinlegten. Als Pilzköpfe mit grauen Anzügen spielen sie auf historischen Gitarren handgemachte Musik, zum Beispiel "I want to hold your hand", "Please, please me" oder "Yeah, Yeah, Yeah". Dabei sind sie ihren Fans ganz nahe, so wie in ihren Anfangsjahren in der Höhle, wie sich Cavern übersetzen lässt.

Sie zeigen, warum sie zu den besten Beatle-Tribute-Bands zählen, wenn sie einen ihrer Ohrwürmer nur mit Akustikgitarre und Stimme solo vortragen, etwa Paul McCartney "Yesterday". Das wird von den Beatlesfans mit langem Szenenapplaus honoriert, die in Moers bei mehreren Ohrwürmern aufstanden, um zu tanzen und mitzusingen. Die Cavern Beatles wechseln ihre Kleidung und ihren Musikstil, wenn sie über zwei Stunden spielen.

Sie verwandeln sich zu "Sergeant Pepper" in bunt Uniformierte oder John Lennon schlüpft zu "Let it be" in einen weißen Anzug. Das Publikum ist begeistert. Es fehlen eigentlich nur die kreischenden Mädchen, von denen sie in den 60er Jahren auf ihren musikalischen Reisen umringt waren.

Quelle: RP
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