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Moers
Zehn Jahre leidenschaftlich im Einsatz für kranke Kinder

Moers. Zum Feiern hat Michael Wallot eigentlich keine Zeit, aber wenn man den Mediziner fragt, wie es ist, seit zehn Jahren die traditionsreiche Kinderklinik Bethanien zu leiten, hält er kurz inne.

"Die abwechslungsreiche Arbeit mit dem gesamten Team macht mir großen Spaß. Ich freue mich auf die nächsten zehn Jahre in unserer Kinderklinik." Sagt er und entschwindet zum nächsten kleinen Patienten.

2005 war der 56-jährige Kinderarzt von der Essener Universitätsklinik nach Moers gekommen. Als Nachfolger von Klaus Pistor hatte der gebürtige Leverkusener seinerzeit in Moers die Leitung der Kinderklinik übernommen. Wallots Spezialgebiet in Essen waren Nierenerkrankungen bei Kindern und die Frühgeborenen-Intensivmedizin.

"Zu Beginn meiner Tätigkeit vor zehn Jahren habe ich miterleben dürfen, wie das Team der Kinderklinik mit großem Einsatz das erste Teddykrankenhaus organisierte. Eine weitgehend ehrenamtlich auf die Beine gestellte Veranstaltung für Kindergartenkinder und ihre kranken Stofftiere. Das hat mich sehr beeindruckt", erinnert sich Wallot an seine ersten drei Monate in Moers.

Jedes Jahr werden in der Moerser Kinderklinik knapp 3000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen einem Tag und achtzehn Jahren stationär medizinisch versorgt. Hinzu kommen rund 15.500 Kinder und Jugendliche, denen ambulant geholfen wird - oft am Wochenende oder in den Abendstunden. Dabei arbeiten Wallot und sein Team aus insgesamt vier Oberärzten eng mit den niedergelassenen Kinder- und Hausärzten in Moers und Umgebung zusammen.

Zu seinem zehnten Dienstjubiläum kann Wallot auf eine gut aufgestellte Kinderklinik schauen. Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) beispielsweise hatte er gleich bei Dienstantritt mit auf den Weg gebracht. Heute residiert das SPZ in einem eigenen Gebäude auf dem Bethanien-Campus. Dort werden für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder drohenden Entwicklungsverzögerungen betreut. Verschiedene Spezial-Sprechstunden und Spezial-Ambulanzen, etwa für Kinder mit Nierenerkrankungen oder Diabetes, leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die medizinische Versorgung von Kindern am linken Niederrhein.

Quelle: RP
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