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Moers
Zirkus Flic Flac verhängt "Höchststrafe" über Moerser Bürger

Moers. Erstmals präsentiert das Unternehmen seine spektakuläre neue Show auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Von Ulrike Rauhut

Flic Flac - das steht für eine etwas andere Zirkus-Show. Vor über 25 Jahren wurde Flic Flac in Oberhausen von Benno Kastein und seinem Bruder Lothar erfunden. Seit dem wurde das Zelt mit der schwarz-gelben Warnfarbe in 40 Städten aufgestellt und begeisterte mit über 20 Programmen sieben Millionen Zuschauer. Besondere Kennzeichen von Flic Flac sind die außergewöhnlichen artistischen Nummern. Hinzu kommen schrill-rockige Musik und jede Menge Licht-, Laser- und Pyrotechnik. Auch Motocross-Stunts, Spitzenakrobatik und Slapstick sind feste Bestandteile der Shows. Jetzt ist der Zirkus mit seinem Programm "Höchststrafe" auf Jubiläumstour und macht auch Station auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Moers.

Moers ist eigentlich keine Zirkusstadt, und so freut es Pressesprecher Rudi Bauer ganz besonders, dass man die spektakuläre Show hier anbieten könne. Bereits seit Oktober 2014 und insgesamt zwei Jahre lang besucht Flic Flac alle Spielorte der letzten 25 Jahre - Moers ist die einzige Stadt, in der man nun zum ersten Mal auftreten könne. Möglich gemacht wurde dies durch Michael Birr vom Moerser Stadtmarketing. "Es ist die aufwendigste Produktion aller Zeiten", erzählt Bauer stolz, "und die familienfreundlichste." Denn die Live-Band treffe noch stärker als zuvor den Zeitgeist, indem bekannte Popsongs aus den Charts umgeschrieben wurden. Das Motto "Höchststrafe" mutet etwas martialisch an. Mit diesem verwegenen, leicht düsteren und rockig-wilden Image bleibt sich der Zirkus treu. Das Gefängnis-Motiv zieht sich als roter Faden durch die Show: Die Musiker spielen in der "Alcatraz-Band" und stehen dabei in Gitterzellen. Die Kostüme sind nicht schillernd-bunt, sondern bestehen aus angeranzt wirkenden Gefangenen-Anzügen. Das Artistenduo "Dima & Dima" begegnet sich auf der Bühne wie die Mitglieder zweier verfeindeter Straßengangs und beginnt eine Kampfszene, angeheizt von stimmgewaltigen Mitstreitern und von einem Tonnenfeuer. Diese und viele weitere Künstler sind professionelle Artisten. Viele von ihnen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Wirklich spektakulär und draufgängerisch wird es, wenn die Motorrad-Künstler in der Stahlkugel Gas geben oder mit ihren "Mad Flying Bikes" durch die Luft fliegen.

Insgesamt 103 Mitarbeiter werden vom 1. bis 10. April in Moers ihr Können zeigen. Im Hauptzelt mit 42 Meter Durchmesser, das von vier 21 Meter hohen Masten getragen wird, finden fast 1300 Zuschauer Platz. Die Shows finden dienstags-freitags um 20 Uhr statt, mittwochs und samstags um 16 und 20 Uhr. An Sonn- und Feiertagen gibt es jeweils um 15 und um 19 Uhr Vorstellungen. Karten kosten zwischen 19 und 49 Euro. Weitere Infos unter: www.flicflac.de.

Quelle: RP
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