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Rheurdt
Zu wenig Interesse für eine Fahrt zum Weltjugendtag

Rheurdt. Wenn es nach Pfarrer Norbert Derrix gegangen wäre, dann würde sich in den nächsten Tagen eine Gruppe von Reisenden auf den Weg nach Krakau machen. Unter dem Motto "Weltjugendtag 2016 in Polen - wir fahren hin!" hatte die katholische Kirchengemeinde St. Martinus die Gläubigen in Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg dazu aufgerufen, sich für eine Reise zu dem Ereignis zu melden, bei dem auch Papst Franziskus zu erleben sein wird. Die Zielgruppe waren Interessierte zwischen 14 und 30 Jahren. Angedacht war ein Aufenthalt vom 25. bis 31. Juli.

Doch das "globale Festival des Glaubens" stößt in den drei Kirchsprengeln auf wenig Interesse. "Es hat bei uns sich niemand für die Fahrt zum Weltjugendtag gemeldet", resümiert Pfarrer Derrix. "Natürlich ist es möglich, dass einige Gemeindemitglieder sich einer der Fahrten angeschlossen haben, die das Dekanat durchführt." Dass die Weltjugendtage offenbar nicht mehr so "ziehen" wie einst die Großveranstaltung in Köln, hatte der Seelsorger schon beim jüngsten Weltjugendtag in Madrid festgestellt. "Da waren ja auch nur eine Handvoll von uns", erinnert er sich.

Pastor Derrix hat seine eigene Theorie, warum ein Ereignis wie der Weltjugendtag scheinbar so wenig Begeisterung auslöst: Er gehe schlicht in der Masse der "Events" unter. "Unser Gesellschaft ist doch mittlerweile überfrachtet mit ,Happenings'", meint er.

Wer sich kurz entschlossen noch zum Weltjugendtag aufmachen möchte, kann sich auf der offiziellen deutschen Seite informieren. Doch findet sich nämlich auch die Rubrik: "Last-Minute-Registrierung".

www.wjt.de

(s-g)
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