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Moers
Zukünftiges Prinzenpaar auf Sommerfesttour

Moers: Zukünftiges Prinzenpaar auf Sommerfesttour
Nobbi Haßhoff und Tina Sölle (links) haben in diesen Wochen ein strammes Programm zu bewältigen. Am Samstag besuchten sie gleich drei Feiern, darunter das Sommerfest der "Blauen Jung's Kapellen". FOTO: Crei/archiv
Moers. 40 Feste befreundeter Karnevalsgesellschaften besuchen Nobbi Haßhoff und Tina Sölle, um für die jecke Jahreszeit zu werben. Von Peter Gottschlich

Die Vorsession ist für Nobbi Haßhoff und Tina Sölle in die heiße Phase gegangen. Am Samstagnachmittag besuchten die zukünftigen Regenten gleich drei Feiern. Sie schauten beim Sommerfest der Karnevalsgesellschaft Grün-Rot Duisburg-Neudorf vorbei, bei einer Feier beim Reitstall Wiesenhof in Holderberg und beim Sommerfest der "Blauen Jung's Kapellen", um abends den Tag im Haus Engeln in Asberg ausklingen zu lassen.

Überall verbreiteten der 57-Jährige und die 52-Jährige gute Laune, wobei sich am Samstag die Besucher der Feiern schnell anstecken ließen. Obwohl sie Ornat und Kleid erst am 11.11. anlegen, wenn sie im Rheinkamper Kulturzentrum als Nobbi I. und Tina I. proklamiert werden, sind sie als Regenten erkennbar. Sie tragen Hosen in Schwarz und T-Shirts in Türkis, Hemden in Weiß und Jacketts in Schwarz, greifen also die Farben des Kulturausschusses Grafschafter Karneval auf. Dazu werden sie von einem kleinen Hofstaat begleitet. Pascal Krumpen ist persönlicher Minister. Kerstin Schiwek und Ingrid Wachtendonk sind Hofdamen. Die Regenten und die Mitglieder des Hofstaates sind bereits mit einem Prinzenbus unterwegs, einem VW-Bus, der vom Autohaus Rheims in Repelen gesponsert wird, um von Termin zu Termin zu springen.

"Das Prinzenpaar besucht in der Vorsession 40 Feiern", sagt Pascal Krumpen der als persönlicher Minister die Termine koordiniert, auch die der Sommerfesttour von Mitte Juni bis Mitte September. "Manchmal sind es vier Feiern, wie an diesem Wochenende. Da besuchte das Prinzenpaar am Sonntag auch das Dorffest in Repelen. An einigen Wochenenden sind es sogar fünf."

Die Regenten schauen bei allen Sommerfesten vorbei, zu denen die Karnevalsgesellschaften des Kulturausschusses Grafschafter Karneval zwischen Homberg und Kamp-Lintfort einladen. Außerdem fahren sie zu Feiern befreundeter Karnevalsvereine, zum Beispiel vor einer Woche zu den Ahr-Schwärmern in Köln-Nippes. "Sie rühren bei den Sommerfesten die Werbetrommel für den Karneval", analysiert Manni Glas als Pressesprecher der "Blauen Jung's". "Kommen sie zu uns, gehen wir zu ihnen. Karnevalisten tauschen sich gerne untereinander aus." Dabei ist Zahl der Feiern in den letzten Jahren gestiegen. "Vor 20 Jahren gab es auch schon Sommerfeste", blickt Werner "Olly" Olberts zurück, der zusammen mit Heike Olberts in der Session 1997/1998 die Narren regierte. "Aber es waren nicht so viele wie heute. Jedes Jahr sind es etwas mehr geworden. Das ist gut für die Kasse der Vereine." Schließlich machen die Narren bei den Feiern einen kleinen Gewinn, vor allem weil Kuchen und Salate gespendet sind, sowie alle ehrenamtlich arbeiten, wie beim Sommerfest der "Blauen Jung's" auf der Fritz-Peters-Sportanlage des TV Kapellen.

Quelle: RP
 
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