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Kamp-Lintfort
Zwei Varianten zur Auswahl

Kamp-Lintfort. Die Bürger haben gewählt: Mehr als 90 Prozent stimmten für die Planungsvarianten A und D für den Bereich des Verkehrspavillons und der Friedrichstraße ab. Jetzt heißt die Frage: Autofrei oder Einfahrt vom Kreisverkehr?

Mit einigem Aufwand hat die Stadt Kamp-Lintfort in den vergangenen Wochen die verschiedenen Entwurfsvarianten zum geplanten Umbau des Bereiches am Verkehrspavillon und der Friedrichstraße der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen einer Bürgerinformation, einer offenen Planwerkstatt und einer Ausstellung im Rathausfoyer konnten alle Interessierten sich über die gestalterischen und funktionalen Vorzüge der vier Planvarianten informieren. Die Varianten A bis D unterscheiden sich insbesondere in Fragen der verkehrlichen Erschließung und der Anzahl der Stellplätze.

Fragen der Finanzierbarkeit

So sieht Variante A vor dem Hintergrund der mehr als 400 neuen Pkw-Stellplätze auf dem EK3 eine autofreie Zone im Bereich am Verkehrspavillon vor. Dadurch soll insbesondere der störende Parksuchverkehr aus diesem Bereich herausgehalten werden. Die Variante D hingegen sieht eine neue Einfahrt vom Kreisverkehr am Alten Rathaus zum Verkehrspavillon vor. Diese Maßnahme dient dazu möglichst viele ebenerdige Stellplätze im Bereich am Verkehrspavillon unterzubringen. Mit Hilfe von Meinungszetteln und über das Internet konnten die Bürger ihre Meinung zu den Varianten abgeben und – wie in einer Castingshow – ihren Favoriten auswählen. Zusätzlich flossen in die Bewertung die Meinungen aus den Veranstaltungen mit ein. "Wir sind mit der großen Beteiligung bei den Veranstaltungen sehr zufrieden. Viele Bürger haben unser Angebot angenommen und sich über die Planungen informiert", resümiert die Technische Beigeordnete Rita Hoff. Die Auswertung der insgesamt 250 abgegebenen Stimmen hat ein deutliches Votum ergeben: Mehr als 90 Prozent stimmten für die Varianten A und D, wobei hier eine leichte Tendenz zu Variante D festzustellen war. Für die Varianten B und C, welche eine Einfahrtmöglichkeit aus der Friedrichstraße mit Wendepunkt vor dem Außenbereich des Pavillongebäudes vorsehen, sprach sich hingegen nur eine sehr geringe Zahl der Befragten aus.

"Die Diskussionen in den Veranstaltungen und die Anmerkungen auf den Meinungszetteln haben gezeigt, dass es weiteren Prüfbedarf gibt" so Hoff. Wichtige Details in Bezug auf das Stellplatzangebot und die Finanzierbarkeit werden aktuell noch in den Verhandlungen mit dem Investor des EK3 geklärt. "Sobald in diesen Fragen Klarheit herrscht, wird die Diskussion zu den verbleibenden Varianten aufgenommen und auf politischer Ebene eine Entscheidung herbeigeführt", erläutert Bürgermeister Dr. Landscheidt das weitere Verfahren.

Stellplätze sind nicht förderfähig

"Die gesamte Maßnahme soll ca. 1,3 Millionen Euro kosten", betont die Technische Beigeordnete. Der kommunale Eigenanteil wird derzeit mit 300 000 Euro für Variante A und 370 000 Euro für Variante D kalkuliert. Die Unterschiede ergeben sich daraus, dass Stellplätze grundsätzlich nicht förderfähig sind. In Anbetracht der kommunalen Haushaltslage ist die vollständige Finanzierung der Maßnahme derzeit noch nicht sichergestellt.

Quelle: RP
 
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