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Mülheim
Viele Verletzte nach Hochhaus-Brand

Hochhaus-Brand in Mülheim
Hochhaus-Brand in Mülheim FOTO: Moritz Stoffelshaus
Mülheim. Bei einem Brand in der 16. Etage eines Mietshochhauses im nordrhein-westfälischen Mülheim an der Ruhr sind 28 Menschen verletzt worden. Ursache für das Feuer war Öl, das auf einem Herd gebrannt habe. Zwei lebensbedrohlich Verletzte wurden mit Hubschraubern in die Uniklinik Düsseldorf geflogen.

Weitere 26 Personen, unter ihnen vier Kinder, seien in umliegende Krankenhäuser in Mülheim und anderen Ruhrgebietsstädten verteilt worden. Sämtliche Opfer erlitten den Angaben der Feuerwehr zufolge Rauchvergiftungen.

Die Rettungskräfte wurden am Donnerstagabend um 18.44 Uhr alarmiert. Sie waren mit sieben Notärzten, 20 Rettungswagen und zwei Löschzügen im Großeinsatz. "Die ersten Verletzten kamen uns schon entgegen, als die Rettungskräfte eintrafen", sagte der Feuerwehrsprecher. Die gesamte Etage mit bis zu zehn Wohneinheiten sei stark verraucht gewesen.

Weil die Feuerwehr sofort von einer großen Anzahl von Verletzten ausging, wurde eine Alarmierungskette in Gang gesetzt, durch die eine größere Anzahl von Rettungswagen und Einsatzfahrzeugen zur Einsatzstelle beordert wurden. 

Bei allen Personen wurde der aufgenommene Kohlenstoffmonoxidgehalt geprüft. Bei vier Personen war er soweit erhöht, dass Lebensgefahr bestand. Zwei von Ihnen mussten mit Rettungshubschraubern in die Universitätsklinik nach Düsseldorf geflogen werden, um in speziellen Druckkammern behandelt zu werden. Die beiden anderen Patienten wurden in ein Mülheimer Krankenhaus gebracht.

Bei sechs weiteren Personen war der Kohlenstoffmonoxidgehalt so erhöht, dass auch Sie schnell in umliegende Krankenhäuser transportiert werden mussten. Bei den weiteren 18 betroffenen Personen war der Wert nur leicht erhöht. Auch sie wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Unter den leichter Verletzten befanden sich auch vier Kinder, die in umliegende Kinderkliniken gebracht wurden.

Das Feuer war in einer Wohnung ausgebrochen. Dort habe Öl auf einem Herd gebrannt. Der Brand konnte laut Feuerwehr sehr schnell gelöscht werden. Auch Notfallseelsorger, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter seien vor Ort im Einsatz gewesen.

Die Brandursachenermittler der Polizei haben Ihre Arbeit aufgenommen. Für die Zeit des Einsatzes blieb der Tourainer Ring voll gesperrt.

(gol/dpa)
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