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Nettetal
1945 kam sie als Flüchtling aus Schlesien nach Lobberich

Nettetal. Gertrud Liedtke, geb. Schwanitz wollte Hebamme werden, doch ging der Wunsch im Krieg unter. Geboren wurde sie am 25. Dezember 1925 in Langwasser (heute Chmielen) in Niederschlesien. Sie arbeitete auf dem elterlichen Bauernhof - der Vater war im Krieg, ihre Geschwister waren zu jung. Am 7. Juli 1945 verließ die Familie die Heimat in Richtung Westen. Elf Tage später kam sie mit weiteren Flüchtlingen in Lobberich an. Vom Flüchtlingslager im Bongartzstift zog Gertrud Liedtke um ins Krankenhaus, wo sie im angeschlossenen Bauernhof Kühe molk und später in der Küche arbeitete. Zwei Jahren danach war sie Hausangestellte und Kinderfrau bei Bauer und Bauunternehmer Tümmers-Ix.

Den Maurer Franz Liedtke heiratete sie am 1. Dezember 1951. Mit ihm baute sie in Hinsbeck ihr Haus an der Neustraße 53. Ihr Mann starb nur wenige Monate nach dem Einzug, Gertrud Liedtke blieb mit der 1952 geborenen Tochter Gisela zurück. Sie arbeitete bei Apparatebauer Feldbusch in Hinsbeck und ab 1977 im Haus der Tochter in Lobberich. Sie blieb aber in Hinsbeck, selbst nach einem Schlaganfall 2008. Erst nach ihrer dementiellen Veränderung zog sie zur Familie ihrer Tochter. Ihren 90. Geburtstag feiert sie im Familienkreis.

(ivb)
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