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Nettetal
Abgehoben: Mit 200 Sachen in der Luft

Nettetal: Abgehoben: Mit 200 Sachen in der Luft
Staunen über Generationen hinweg: Die unterschiedlichen Modelle gefielen besuchern allen Alters. FOTO: busch
Nettetal. Der Modellflug-Club Grenzland-Nettetal feierte jetzt das 60-jährige Bestehen im großen Rahmen. Ungewöhnlich: ein selbst gebautes Trabschraubermodell. Außerdem zogen mehr als hundert unterschiedliche Modelle vom Segelflieger bis hin zum Helikopter die Blicke der zahlreichen Zuschauer auf sich. Von Inge von den Bruck

Zur Gründungszeit des heutigen Modellflug-Clubs Grenzland-Nettetal im Jahr 1956 zählte der Verein 30 Mitglieder. "Und heute sind es 130 Mitglieder", sagt MFC-Grenzland Geschäftsführer Hans-Arnold Paulsen stolz. Gestern hatte der Verein das 60-jährige Bestehen mit dem Internationalen Flugtag gefeiert. Dabei erlebten die Besucher eine Attraktion, die auch Hans-Arnold Pulsen als langjähriger Modellflieger so noch nicht live erlebt hatte: Harald Booms aus Rhede im Westfalenland war schon am frühen Vormittag aufgebrochen, um sein selbst konstruiertes Tragschraubermodell zu demonstrieren.

Und damit erregte er nicht nur bei den Zuschauern großes Aufsehen, auch die übrigen Modellflug-Kollegen sahen dem Tragschraubermodell mit Interesse zu. Als langjähriger Modellhubschrauberpilot hat es Harald Booms interessiert, "wie sich wohl ein Tragschraubermodell fliegen lassen würde". Deshalb hat er bereits vor vier Jahren ein einfaches Tragschraubermodell nachgebaut. Dieses Modell ist nie richtig geflogen: "Vier Unfälle in vier Jahren, das haute nicht so richtig hin", so Harald Booms. Doch der Ehrgeiz hatte ihn gepackt und jetzt führte er sein zweites Modell vor, in das er viel Herzblut hineinsteckte, und heimste damit viel Beifall ein.

Mehr als 100 Modelle - von Helikoptern über Segelflugzeuge bis hin zur ausgefeiltesten Technik - sahen und hörten die Zuschauer. Teilweise rasten sie mit Geschwindigkeiten über 200 Kilometern pro Stunde an ihnen vorbei.

Das Beste an diesem Tag sei das Wetter, sagte Arnold Paulsen, der immer den Blick Richtung Himmel hob. Doch die Wetter-Vorhersagen sollten stimmen, um die Mittagszeit zeigte sich die Sonne.

FOTO: Busch

Ein Vater erkundigte sich bei Bratwurst und Kartoffelsalat bei Hans-Arnold Paulsen für seinen Sohn über das Hobby des Modellfliegens, das viel Leidenschaft und Verständnis für Mechanik und Technik verlangt. Es sei zwar nicht so kinderleicht zu erlenen, doch spiele beim ModellflugClub Breyell das "Lehrer-Schüler Prinzip" die entscheidende Rolle. "Der Lehrer fliegt das Modell an und erst nach einigen Flugstunden übergibt er die Steuerung dem Schüler. Der Lehrer kann jedoch immer sofort mit seiner Steuerung eingreifen, wenn Probleme auftreten", so der Geschäftsführer.

Via Computer kann der Jugendliche an einem sogenannten Flugsimulator schon einmal Zuhause den Flug naturnah verfolgen. "Das nehmen die Jugendlichen gerne an", sagte auch Jugendwart Bernd Engelmann aus Erfahrung.

Das Hauptaugenmerk hat der Verein auf die Pflege der Jugendarbeit gelegt. Zurzeit sind zehn Jugendliche unter den Mitgliedern, der jüngste Pilot ist gerade mal zwölf Jahre alt, "jedoch schon sehr erfahren", sagt Hans-Arnold Paulsen obend.

An der Nettetaler Realschule führt der Jugendwart zudem einen Modellflugzeug-Kursus durch, "so werden Interessen für das Modellfliegen schon frühzeitig entwickelt", sagt er. Der perfekte Einstieg in den Flugmodellsport ist das kostenlose Schnupperfliegen.

Wer sich für das Modellfliegen interessiert, findet weitere Informationen über den Verein im Internet unter der Adresse www.mfc-grenzland.de.

Quelle: RP
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