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Nettetal
Auf Tuchfühlung mit Mutter Natur

Nettetal. Zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks Schwalm-Nette lockte ein abwechslungsreiches Angebot Ausflügler an den Wittsee. Für die Besucher gab es geführte Wanderungen, Paddeltouren und Glücksblätter von der Baum-Elfe. Von Inge von den Bruck

"Dahinten ist Rummel", meinte eine wohl unwissende Radfahrerin, als sie auf ihrem Samstags-Radausflug am Leuther Wittee landete. Der "Rummel" war das Sommerfest zum Gold-Jubiläum des Naturparks Schwalm-Nette und bot Jung und Alt viele Attraktionen, Informationen und Wissenswertes an. Nur gut, dass sich die Radfahrerin aus Nettetal bei den Parkplatzeinweisern näher informierte und das Sommerfest besuchte. Und vielleicht wird ihr auch in den nächsten 100 Tagen das Glück hold sein: Die fast drei Meter große Baum-Elfe "eSteffania" schenkte ihr ein Glücksblättchen, das sie zuvor verzaubert hatte.

Die Stelzenfiguren sowie der Bodypainter, der als "lebendiger Baum" unterwegs war, verzückten nicht nur die Kinder. Die Feuerfee "Fiolina" war in ihren leuchtenden Farben ein gern angenommenes Foto-Motiv vor dem idyllischen Wittsee. Auch der rollend per Segway daher kommende Buchsbaum wirkte wie ein echter Baum, der sich mit der Natur am Wittsee verband. Kein Wunder, das er oftmals angefasst wurde, um sich von seiner Echtheit zu überzeugen - oder auch nicht. Auf der großen Wiese direkt am See spielte die Marching-Band "The Blossem Boys" auf und zog die Besucher in Scharen an. "Noch-Landrat" Peter Ottmann hatte den Besuchern bereits im Vorfeld des Festes geraten, mit der Natur auf Tuchfühlung zu gehen. Und die Besucher, die aus großen Teilen des Niederrheins kamen, befolgten den Rat und erlebten den Hauch der Romantik, der von der Natur ausgeht.

Die Kennzeichen auf der als Parkplatz ausgewiesenen Wiese verrieten die Herkunft der Besucher. Ab dem Restaurant, das direkt an einem der Premiumwanderwege liegt, wurden geführte Wanderungen angeboten. Am "Niederrhein Tourismus"-Stand fragten viele auswärtige Besucher nach den landschaftlichen Schönheiten und kulturellen Höhepunkten im Naturpark. "Wir wollen die Vorzüge der Region kennenlernen, um hier einige unbeschwerte Ferientage zu verbringen", verriet ein Ehepaar aus Emmerich. Auch das Gewinnspiel lockte mit vielen Preisen für fahrradfahrende Naturliebhaber.

Der Schwalmverband zeigte in einem Aquarium vier der aktuell 26 Fischarten, die in den Flüssen und Seen von Schwalm und Nette zu finden sind. Welche Tiere ansonsten noch an den hiesigen Gewässern vorkommen, zeigten lebensgroße Exponate von Nutria, Biber und Fischotter, die gerade von Kindern umringt wurden. Interessierte konnten sich mittels eines Modells über das Prinzip einer Fischaufstiegsanlage, die eine Durchgängigkeit für Fische ermöglicht, oder auch anhand eines Strömungsmodells über die Fließgeschwindigkeit der Flüsse informieren.

Der Wassersportverein de Wittsee lud zum "Schnupper-Paddeln" auf dem See ein. Viel Spaß hatten die zwölfjährige Lara und die neunjährige Julia, die am Stand des Nettetaler Textilmuseums "Die Scheune" Filzblüten fertigten. "Wir kommen mit Opa und Oma aus Willich" verrieten sie. Am Nachbarstand des Naturschutzhofes baute der 15-jährige Oliver aus Nettetal unter Anleitung von Werner Voss einen Nistkasten, den er dem Naturschutzhof zur Verfügung stellen will. Es war ein gelungenes Fest, das in der Dämmerung seinen Höhepunkt fand: Feuerfee "Fiolina" bot eine Performance vor der See-Kulisse.

Quelle: RP
 
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