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Nettetal
Auge in Auge mit Schafen und Kälbern

Nettetal: Auge in Auge mit Schafen und Kälbern
Die "Wühlmäuse" des Familienzentrums Brigittenheim aus Kaldenkirchen konnten auf dem Kinderbauernhof Tiere hautnah erleben. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)
Nettetal. Zwei Wochen lang bereiteten sich die Kinder des Familienzentrums Brigittenheim auf den Bauernhoftag vor. Und es gab gleich mehrere tierische Überraschungen für die Jungen und Mädchen Von Jannetta Janssen

Die Kühe muhen, die Hühner gackern und der Hofhund begrüßt die Kinder mit lautem Gebell. Es riecht, wie es auf einem Bauernhof riechen muss. Die Kindergartenkinder fühlen sich auf Anhieb sehr wohl und freuen sich auf einen spannenden Vormittag mit Beate Steffens, die den Kinderbauernhof bereits seit zehn Jahren erfolgreich leitet.

Bevor es direkt in den Kuhstall geht, legt sie den 24 Kindern der Wühlmäusegruppe noch einige Regeln ans Herz. "Ihr dürft hier alles machen, aber wenn die Tiere nicht gestreichelt werden wollen, dann lasst sie bitte auch in Ruhe", sagt die Landwirtin.

Hand in Hand betreten die Mädchen und Jungen die große Scheune. Mit im Schlepptau: Ein Bollerwagen voller Heu. Noch drängeln sie sich dicht aneinander im Mittelgang und trauen sich nicht, zu den Tieren zu gehen. Doch die Scheu ist schnell abgelegt, und die Drei- bis Sechsjährigen tasten sich durch vorsichtige Berührungen an die Milchkühe heran. Der fünfjährige David war schon einmal zu einem Kindergeburtstag auf dem Bauernhof zu Gast. Er weiß darum bereits viel über die Tiere und hat eine spezielle Frage an Beate Steffens: "Warum haben einige Kühe einen Nasenring, die anderen aber nicht?", fragt der Junge neugierig. "Es gibt hier Milchdiebe - die stellen sich einfach ans Euter und nuckeln bei den anderen Kühen, der Ring hat kleine Zacken und soll das verhindern", antwortet die Landwirtin und bringt die Kinder zum Lachen. Große Kühe, die am Euter der anderen hängen, kennen die Kindergartenkinder nur von Kälbchen.

Apropos Kälbchen: Im Stall nebenan wartet auf die kleinen Besucher die erste tierische Überraschung. Dort liegt im dichten Stroh ein gerade einmal 24 Stunden altes, noch namenloses, Kälbchen. Der Namenfantasie der Gruppe sind keine Grenzen gesetzt. Von Lilli, über Paul und Biggi ist alles dabei. Auch hier dürfen Kinder und Erzieherinnen mit kleinen Anhängern und Schubkarren jede Menge Heu in die Scheune bringen und natürlich auch direkt verfüttern. Als Dank gibt es ein lautes "Muh" von dem Kalb.

Eigentlich kommen die Gruppen des Familienzentrums Brigittenheim nur alle zwei Jahre zu Familie Steffens. Leiterin Petra Hauser möchte die jedoch wieder jährlich etablieren: "Das hier ist alles so liebevoll gemacht, die Kinder sind glücklich und fühlen sich wohl, das ist immer ein Erlebnis."

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es für die Kinder direkt weiter. Der große Spielplatz lockt mit unzähligen Traktoren und Bobby Cars zum Toben ein. Einige Kinder putzen und streicheln das 26-jährige Pony Jakob. Und als Beate Steffens den Kleinen dann noch mehr tierischen Nachwuchs zeigt, gibt es kein Halten mehr: Alle wollen die fünf grau-gestreiften Babykätzchen einmal streicheln. "Die sind so weich", sagt Sina (4) und lacht vergnügt.

Mit dem Traktor und Planwagen bringt Albert Steffens die Gruppe mittags dann wieder zurück in den Kindergarten. "Das könnte ich jede Woche machen", sagt Silas begeistert. Und auch die anderen Kinder würden da sicherlich direkt mitmachen wollen.

Quelle: RP
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