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Nettetal
Bauern ärgern sich über Gänsekot

Nettetal. Die Frage, ob der alte Vorstand weitermachen soll, beschäftigte die Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Leuth. Als klar war, dass die 860 Hektar des Leuther Jagdbezirkes schon 2020 und nicht erst 2022 neu verpachtet werden müssen, war alles klar: Die "Oldies" bleiben und haben nun die Neuverpachtung vor der Brust: Jagdvorsteher Hans-Willi Heinen (31 Jahre im Vorstand, seit 14 Jahren Vorsteher), 1. Beisitzer Gerd Thönes (31 Jahre), 2. Beisitzer Leo Sanders (acht Jahre), Schrift- und Kassenführer Gerd Dellen (45 Jahre).

Nur 20 von 240 Jagdgenossen waren erschienen, die rund 23 Prozent der Fläche vertraten. Dellen berichtete, dass der Haushalt 2016/17 Einnahmen und Ausgaben von rund 14.500 Euro vorsieht. Die Jagdpacht ist mit 15 Euro pro Hektar jagdbarer Fläche eingerechnet, die anfallenden Verwaltungskosten werden aus den Rücklagen bestritten. Der Vorstand ist der Meinung, dass die eingenommene Jagdpacht voll an die Grundstückseigentümer weitergegeben wird.

Klagen über Wildschäden wurden nicht laut. "Gottseidank sind die Wildschweine noch nicht bis zu uns vorgedrungen", meinte ein Landwirt. Ein anderer ärgerte sich allerdings über die vielen Graugänse, die aus dem Wintersaisonaufenthalt inzwischen einen ganzjährigen gemacht haben. "Sie verkoten die Äcker und fressen große Teile kahl", Franz Brunen will im Bruch deshalb jetzt Mais anbauen: "Der wächst schneller, als die Gänse fressen können."

(mm)
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