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Nettetal
Baugesellschaft knackt Millionengrenze

Nettetal: Baugesellschaft knackt Millionengrenze
In Lobberich entstanden 2015 an der Wevelinghover Straße 147 acht neue Wohneinheiten. Drei davon wurden verkauft, fünf vermietet. Das Haus ist zurzeit voll ausgelastet. FOTO: Baugesellschaft Nettetal
Nettetal. Die Baugesellschaft Nettetal AG blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück: Den Aktionären werden sechs Prozent Dividende ausgeschüttet, zwei große Bauvorhaben wurden fertiggestellt. Ein neues Projekt beginnt im Januar Von Heinz-Willi Schmitz und Tanja Karrasch

Die Baugesellschaft Nettetal hat im vergangenen Jahr rund eine Million Euro in die Instandsetzungen und Modernisierungen ihrer Objekte investiert. Dies bestätigte der Aufsichtsratsvorsitzende Marcus Optdendrenk bei der Jahreshauptversammlung. "Unsere Gesellschaft hat ein arbeitsintensives Jahr hinter sich, es liegt ein hervorragender Jahresabschluss 2015 vor, der wieder vielen Menschen in Nettetal Zukunftsperspektiven gesichert hat und neu eröffnet", sagte er.

In direkter Nachbarschaft zum Curanum-Seniorenhaus entstand in Breyell im vergangenen Jahr ein Wohnhaus mit 21 barrierefreien Wohnungen. Überwiegend Senioren zogen dort ein. FOTO: Baugesellschaft

Mehr als fünf Millionen steckte die Gesellschaft in Bautätigkeiten: Zu den umfangreichsten Baumaßnahmen zählten die Großbaustellen an der Wevelinghover Straße in Lobberich mit acht Wohnungen (1,6 Millionen) und in Breyell, Am Kastell, mit 21 Wohneinheiten (3,3 Millionen). In die barrierefreien Wohnungen zogen überwiegend Senioren. Die Wohngesellschaft kooperiert dort mit dem benachbarten Curanum-Seniorenzentrum und der Gemeinde St. Lambertus: "Menschen, die im Alter selbstständig wohnen möchten, können trotzdem die Vorzüge des Curanum nutzen, beispielsweise dort essen gehen oder an Veranstaltungen teilnehmen", erläutert der kaufmännische Vorstand Sven Karth die Wohnform, die nach den ersten Erfahrungen der Wohngesellschaft gebraucht und gesucht werde.

Nahezu zeitgleich, von Juni bis August 2015, fand der Umbau des Erdgeschosses eines ehemaligen Ladenlokales an der Heinestraße in Kaldenkirchen statt. Auf einer Fläche von rund 340 Quadratmetern wurden kleinere Wohnungen für fünf studentische Wohngruppen errichtet. Seit der Fertigstellung sind diese voll ausgelastet. 300.000 Euro investierte die Baugesellschaft. Ziel war es, die durch die neuen WGs freiwerdenden "normalen" Wohnungen wieder Familien zur Verfügung stellen zu können. Denn gerade durch die massive studentische Wohnraumnachfrage sei bezahlbarer Wohnraum in zentralen Lagen knapp.

Darüber hinaus wurden kürzlich die Unterkünfte für noch nicht anerkannte Flüchtlinge im Haus an der Breslauer Straße in Kaldenkirchen fertiggestellt. Nicht vernachlässigt wird das Kerngeschäft: die Verwaltung des Bestandes und die Betreuung der Mieterschaft. Es gilt, 1321 Einheiten zu bewirtschaften: 975 eigene Wohnungen, 40 Heimplätze, 223 Miet- und 83 Wohnungseigentumsverwaltungen. Kräftig wurde auf Instandhaltung und Modernisierung gesetzt: Zusätzlich zu den laufenden Reparaturen wurden beispielsweise Heizungsanlagen und Fenster erneuert und Dächer energetisch gedämmt. Insgesamt eine Million Euro sind in die Immobilien geflossen, damit wurde erstmals die Millionengrenze geknackt.

Der Bilanzgewinn lag 2015 bei 284.000 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren es 240.000 Euro. "Die Zahlen können bei dieser Unternehmensgröße als weitestgehend konstant bezeichnet werden", erklärt Karth. Die Baugesellschaft schüttet den Aktionären wie auch im Vorjahr sechs Prozent Dividende aus.

Auch für das kommende Jahr ist ein größeres Bauvorhaben geplant: Der Baubeginn an der Steyler Straße war eigentlich bereits für 2016 geplant, wurde jedoch aufgrund der akuten Flüchtlingssituation verschoben. Der Bau der Unterkünfte an der Breslauer Straße hatte Vorrang. Nun soll es im Januar 2017 losgehen. Dort entstehen zehn Mietwohnungen mit Wohnflächen zwischen 55 bis 91 Quadratmetern. Investiert wird auch noch einmal in das Bauvorhaben Bongartzstift in Lobberich. Die acht barrierefreien Wohnungen sind seit ihrer Fertigstellung vor drei Jahren durchgehend vermietet. Seit April 2015 ist auch das zweite große Ladenlokal mit einem Telekommunikationsanbieter belegt. Für das dritte Ladenlokal, das zur Ludbachpassage hin gelegen ist, wird der Innenausbau vorgenommen, um die Chancen für die Vermietung zu erhöhen.

Bürgermeister Christian Wagner (CDU) bedankte sich bei der Versammlung für die erfolgreiche Arbeit der Baugesellschaft, die er als "wichtigen Bestandteil der städtischen Entwicklung" bezeichnete.

Quelle: RP
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