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Nettetal
Beißattacke: Erste Spur führt nach Schlibeck

Nettetal. Nachdem zwei freilaufende Hunde vier Tiere einer Viersenerin angegriffen und teilweise schwer verletzt haben, hat die Polizei Hinweise auf die Hunde erhalten. Sie seien mehrfach gesichtet worden und in Richtung Schlibeck weggelaufen Von Sabine Kricke und Christina Böttner

Es war wohl nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits im vergangenen Jahr sollen laut Polizeiangaben wildernde Hunde in Viersen unterwegs gewesen sein. Dies teilten Zeugen der Polizei mit, nachdem vergangene Woche vier Hunde einer 32-jährigen Viersenerin von zwei freilaufenden Hunden angegriffen und schwer verwundet worden sind. Auch die Halterin der Hunde verletzte sich beim Versuch die Hunde zu trennen.

Laut Polizeiangaben habe es Hinweise darauf gegeben, dass die beiden beschriebenen Hunde im Laufe des vergangenen Jahres bereits mehrfach freilaufend und "wildernd" aufgefallen sind. In diesen Fällen sollen die Hunde jeweils in Richtung Schlibeck weggelaufen sein. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Tiere in unbeobachteten Augenblicken ihr Zuhause verlassen. Da von den Tieren eine große Gefahr auch für Menschen ausgehen könnte, ist die Ermittlung des Hundehalters wichtig. Denn dies betrifft vor allem spielende Kinder und Spaziergänger.

Bislang ist es der Polizei jedoch nicht gelungen, den Halter und den Aufenthaltsort der Hunde zu ermitteln. Deshalb bittet die Kriminalpolizei die Bevölkerung um Mithilfe (siehe Infokasten).

Während eines Spaziergangs am Montag, 2. Mai, gegen 20.30 Uhr, im Hagenbroicher Feld zwischen Süchteln und Grefrath tauchten plötzlich zwei herrenlose Hunde auf. "Sie gingen sofort auf meine vier Hunde los", berichtete Halterin Netti Fesler, die ihre Hunde an der Leine führte. Der Kampf dauerte fast 30 Minuten, der Halterin gelang es nicht, die Tiere zu trennen. Stattdessen wurde die 32-Jährige ebenfalls mehrfach von den herrenlosen Hunden gebissen. Letztlich ließen die Angreifer von sich aus von Feslers Hunden ab und verschwanden. Die teils schwer verletzten Tiere der Viersenerin wurden in einer Hundeklinik versorgt. "Es war der wohl schrecklichste Tag in meinem Leben", schrieb Fesler auf Facebook und bat Zeugen um Hinweise. "Ich dachte, dass keiner der Hunde überlebt." Die 32-Jährige erstattete Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Bei den freilaufenden Hunden soll es sich um einen braun-schwarzen Sennenhund-Mix und einen schwarz-weißen Mischling handeln. Laut Polizeiangaben wurden die beiden, vermutlich ebenfalls verletzten Hunde, nicht bei einem Tierarzt in der weiteren Umgebung behandelt. Die Ordnungsämter der Städte Nettetal, Viersen und der Gemeinde Grefrath seien in die Ermittlungen einbezogen.

Fesler hingegen trug ihre verletzten Hunde zum Auto und fuhr sie in eine Hundeklinik. "Der Fußweg zum Auto betrug noch 20 Minuten - mit schwerverletzten Hunden eine halbe Ewigkeit", sagte die Besitzerin. In eine Hundeklinik seien alle Hunde direkt in eine Narkose versetzt worden. "Scrappy und Scooby hat es am schlimmsten erwischt", sagte die 32-Jährige. Eines ihrer Tiere habe fast ein Auge verloren, weil sich einer der Hunde im Gesicht festgebissen habe. "Bis auf die Knochen klaffte die Wunde".

Auch die anderen drei Tiere wurden bei der Beißattacke schwer verletzt. "Die Wunde an Sorajas Nase ist tief, Scoobys Ohr ist gespalten und Hippi kann mit der Vorderpfote nicht mehr auftreten", berichtet die Viersenerin.

Quelle: RP
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