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Nettetal
Bereit für den Kindergarten-Start

Nettetal: Bereit für den Kindergarten-Start
FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.
Nettetal. Tom Lovisa geht ab dem 1. August in den Kindergarten. Doch was kostet eine Grundausrüstung? Von Jannetta Janssen

Schon seit Tagen ist Tom aufgeregt und spricht viel über seinen zukünftigen Alltag im Kindergarten Brigittenheim: "Der ganze Tag dreht sich darum", erzählt seine Mutter Helen Lovisa. Doch was brauchen die Kleinen dafür alles und wie viel geben Eltern aus?

Helen und Christian Lovisa haben zwei Kinder. Tom ist der Ältere, deshalb haben die Eltern dem Jungen nicht nur unbedingt Notwendiges gekauft: Auf dem Fußboden liegt eine kleine Tüte voller Süßigkeiten. "Für deinen Start in den Kindergarten", sagt die 30-jährige Mutter. Dazu bekommt Tom einen Rucksack. "Da ist eine Feuerwehr drauf", freut sich der Junge und mit der Hilfe seines Vaters schnallt er sich den Rucksack auf den Rücken. "Mit Feuerwehren spielt er am liebsten", sagt seine Mutter.

Die Butterbrotdose ist gefüllt mit einem Hamburger, Kinderschokolade und einer Tomate. Alles aus der Kinderküche von Tom. Und was man alles so im Kindergarten macht, weiß der Dreijährige, der im Februar vier Jahre alt wird, bereits genau: Jeden Abend müssen die Eltern dem Jungen aus seinem Lieblingsbuch "Conni geht in den Kindergarten" vorlesen. "Wir gehen nach draußen, frühstücken, toben den ganzen Tag und bauen eine Höhle", ruft der Junge laut.

Was alle Kinder im Kindergarten brauchen, sind Hausschuhe. Die stehen auch schon bereit. Ein Mal pro Woche ist im Familienzentrum Brigittenheim turnen angesagt. Dafür hat das Ehepaar einen Rucksack und Turnschuhe gekauft. Tom hat bereits Erfahrung mit anderen Kindern gesammelt. Zwei Mal pro Woche besuchte er die "Rasselbande", eine Spielgruppe mit Gleichaltrigen in Kaldenkirchen. "Aber jetzt merken wir, dass es Zeit für den Kindergarten wird", sagt Helen Lovisa. "Er will gefordert werden", fügt Vater Christian Lovisa (31)hinzu.

Die Entscheidung, ihr Kind erst im Alter von drei Jahren in eine Einrichtung zu geben, haben die Eltern ganz bewusst getroffen. "Unsere Mütter waren beide zu Hause, das fanden wir als Kinder immer toll", erinnert sich der Vater an seine Kindheit zurück.

Tom steht schon an der Tür. Er kann es nicht mehr erwarten zum ersten Mal zum Kindergarten zu gehen. Sollte es regnen, ist der Junge gut vorbereitet mit einem eigenen Regenschirm. Fürs Toben im Kindergarten sollten die Eltern eine Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel kaufen. Insgesamt kostet Toms Start in den Kindergarten so 165 Euro.

Die Eltern haben ihn für 35 Wochenstunden angemeldet. "So kann er auch an Ausflügen am Nachmittag teilnehmen", sagt seine Mutter, die sich auch auf die Zeit allein mit ihrem acht Monate alten Sohn Niklas freut, wenn Tom morgens im Kindergarten ist. Ob die Trennung Tom leicht fallen wird? Was Erzieherinnen beobachten: Meist seien es nicht die Kinder, die sich nicht von ihren Eltern "trennen" können. Es seien oft die Eltern, die Tränen in den Augen haben und die nicht zurückhalten könnten.

Quelle: RP
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