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Nettetal
Berger Feld: Die Bauarbeiten beginnen

Nettetal. Am Rande des Gewerbegebiets in Breyell sind die ersten Bagger angerollt. Auf 12.000 Quadratmetern sollen sichsechs Firmen ansiedeln. Breyeller Bürger fühlen sich nicht gut informiert Von Joachim Burghardt

Bagger buddeln Baugruben aus, Lastwagen transportieren den Aushub ab, Bauwagen stehen neben der neuen Stichstraße, die noch provisorisch mit Schotter bedeckt ist. Es tut sich etwas am Rande von Breyell, wo das Gewerbegebiet Berger Feld um eine neue Fläche erweitert wird. Auf rund 12.000 Quadratmetern sollen sich sechs Firmen ansiedeln. Die Stadt Nettetal verkauft das Projekt als "kleine Erfolgsgeschichte", wie aus dem Rathaus zu hören ist. In Breyell hingegen herrscht eher Verwunderung vor.

Die Fakten: An der Dülkener Straße direkt gegenüber der Autobahnausfahrt "Breyell" entsteht das neue Gewerbegebiet. Ursprünglich war die Fläche für den Neubau des Baubetriebshofs vorgesehen, der nun aber in Lobberich am alten Standort Breyeller Straße neu errichtet wird. "Nachdem der Bebauungsplan entsprechend geändert wurde, konnte mit der Vermarktung der Fläche begonnen werden", erläutert Markus Grühn von der Stadtplanung das Verfahren.

Fünf der sechs Firmen, die dort nun ihre Verkaufs-, Fertigungs- oder Ausstellungsräume bauen werden, stammen aus Nettetal, siedeln dorthin um oder bauen zusätzlich. Vertreten sind Branchen wie Kfz (Autohaus), Isoliertechnik, Entsorgung, dazu kommt von auswärts eine Auto-Waschbox-Anlage. Der Branchen-Mix "wertet den ohnehin guten Standort Berger Feld weiter auf", sagt Stadtsprecher Jan van der Velden. Bürgermeister Christian Wagner ergänzt: "Die erfolgreiche Vermarktung vom Berger Feld zeigt, dass wir in Nettetal ein starker Wirtschaftsstandort sind und die Stadt auch gerade Nettetaler Unternehmen eine gute Perspektive gibt." Etwa bis Jahresende dürfe alles fertig sein.

Bei den Bürgern in Breyell herrscht derzeit jedoch vor allem Verwunderung. Radfahrer halten an, ein Hundeausführer ruft einem Bauarbeiter zu: "Was buddelt ihr da eigentlich?" Eine Antwort bekommt er nicht. Dies ist auch Breyells Ortsvorsteher Hans Hubert Glock (CDU) nicht entgangen: "Vielleicht hätte die Stadt die Maßnahme offensiver bekanntmachen müssen, und zwar vor Baubeginn." Immerhin lobt Glock, werde nun die lange brachliegende und verwilderte Fläche bebaut: "Die Eingangssituation nach Breyell an der Dülkener Straße wird so sicherlich attraktiver."

Weil eben diese Landstraße zwischen Breyell und Boisheim viel befahren ist, "erfolgt die Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet von der Straße Berger Feld aus, um unfallträchtige Situationen zu vermeiden", teilt van der Velden mit.

Auf der Straße Berger Feld wäre es in den vergangenen Tagen mehrmals fast zu Auffahrunfällen gekommen: Immer wieder fahren Autofahrer langsamer oder halten gar an, schauen aus offenen Seitenfenstern, was sich da tut auf der ehemaligen Brache.

Quelle: RP
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