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Nettetal
Boyxen: "Wir müssen das schaffen"

Nettetal. Lobberichs CDU geht offen mit Problemen um, die die Flüchtlinge mitbringen.

Die Stadt Nettetal beherbergt derzeit annähernd 660 Flüchtlinge. Ihre Betreuung, Unterbringung und Integration das zentrale Thema der Vollversammlung des Lobbericher CDU-Ortsverbandes. Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Boyxen sagte, er wisse nicht, "ob wir das schaffen", aber "wir müssen das schaffen".

In seiner Ansprache verwies Boyxen angesichts der beginnenden Advents- und Weihnachtszeit auf die biblische Herbergssuche hin, die letztlich in einem Stall von Bethlehem ihr Ende fand. Er beschwor Langmut und langen Atem, dann "haben wir in Deutschland auch das Recht, ökonomisch und moralisch an der Spitze Europas zu stehen". Er wog die Ängste in der Bürgerschaft gegen die überall zu beobachtende Hilfsbereitschaft auf. "Haben wir das Recht, auf dem Gipfel unserer Privilegien die Türen zuzuschlagen?" fragte Boyxen. Er schloss mit einem Plädoyer für eine europäische Lösung.

Applaus gab es nicht nur von den Mitgliedern der Lobbericher CDU, sondern auch von vier jungen Gästen aus der türkischen Gemeinde, die Ortsverbandsvorsitzender Harald Post anlässlich der kürzlichen Begegnung mit der muslimischen Gemeinde in der Alten Kirche zum Besuch eingeladen hatte. Als weiteren Gast konnte Post den Vorsitzenden der Willicher Deutsch-Türkischen Union, Kerim Isik, begrüßen. Er berichtete aus der Arbeit seines Vereins in Willich, in der über den Dialog der Religionen Ängste und Vorurteile abgebaut werden. Isik betonte, dass sich Islam und Terrorismus ausschlössen.

Angesichts dieses Hauptthemas und der Zusammensetzung der Zuhörer rückten weitere Berichte, so zum Stand der Bebauung des Niedieckgeländes, der Sanierung der Niedieckstraße oder der Zukunft des Hertiegebäudes in den Hintergrund.

(kai)
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