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Nettetal
Breyell hat jetzt auch ein "weißes Haus"

Nettetal: Breyell hat jetzt auch ein "weißes Haus"
Die Sonnenseite des Neubau im Breyeller Loirfeld. Alle 21 Wohnungen haben Balkone oder Terrassen. Rundherum ist schon viel Grün, vor allem Hecken, erkennbar. Die Fläche wird auch noch gestaltet. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)
Nettetal. Die Baugesellschaft Nettetal hat das Wohnhaus im Loirfeld nach anderthalb Jahren Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Alle Wohnungen sind vermietet, die Nachfrage in Breyell nach altersgerechtem Wohnen ist sehr groß. Von Ludger Peters

Kurz vor 13 Uhr herrschte am Freitag Stau im Loirfeld. Ein Schwarm von rollatorgestützten älteren Herrschaften wechselte vom Curanum-Haus über zum Neubau der Baugesellschaft Nettetal AG, wo unter Sonnenschirmen Stehtische aufgebaut waren und bereits Grillgut erhitzt wurde. Die Verbindung des schneeweißen Wohnhauses zum Curanum unterstrichen wenige Minuten später alle Redner. Anderthalb Jahre benötigte die Baugesellschaft, um einen Komplex mit 21 Wohnungen hier zu errichten, in dem keineswegs nur ältere Menschen leben können.

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Marcus Optendrenk übergab das Gebäude der Baugesellschaft offiziell den Mietern. FOTO: Busch

Dass die Menschen sich in ihren neuen Wohnungen wohlfühlen sollten, wünschten sowohl Aufsichtsrat Dr. Marcus Optendrenk als auch Pfarrer Günter Puts, der für das Gebäude Gottes Segen erbat. Die von Marcus Birker entworfenen Wohnungen sind bezogen, auf Balkonen stehen schon Tische und Sonnenschirme. Die Zeremonie fand an der Nordseite statt, wo in der Nähe der Verkehr auf der Autobahn vorbeirauscht. Hier befinden sich die Parkplätze, Treppenhaus und Begegnungsraum sowie die Flure. Zum Loirfeld, und damit zum Zentrums Breyells hin öffnet sich der U-förmige Bau, lässt viel Licht einfallen und wird, wenn das ganze Grün sich einmal entfaltet hat, in einer wunderbar abgeschiedenen und doch zentralen Lage stehen.

Susanne Fritzsche, Sprecherin des Vorstands der Baugesellschaft, wies darauf hin, dass das Grundstück immer wieder einmal Interesse fand. Die Baugesellschaft wollte auch in Breyell tätig werden und entschied 2012, hier zu investieren. Wichtiger Partner wurde die katholische Kirche, die einen Teil des Grundstücks besitzt. Karl-Heinz Erkens bestätigte die gute Zusammenarbeit, nachdem die Pfarrgemeinde sich entschlossen hatte, in das Projekt einzusteigen. Sie übernahm sechs der 21 Wohnungen.

Leicht war die Umsetzung dennoch nicht. Susanne Fritzsche erinnerte daran, dass die Fundamentierung des Bauwerks wegen des Untergrundes größere Schwierigkeiten bereitete, als erwartet worden war. Verzögerungen gab es dann noch, weil der Kampfmittelräumdienst das Gelände untersuchen musste. Und schließlich habe der Vorstand der Gesellschaft hin und wieder mit dem Architekten um Balance gerungen: "Architekten wollen es vor allem auch schön haben, aber wir mussten darauf achten, dass alles finanzierbar bleibt und nicht den Rahmen sprengt", sagte sie. Kathrin Gruhlke vom Curanum-Haus stellte ganz kurz vor, dass die Bewohner des Neubaus gerne Dienste in Anspruch nehmen können. Wer mag, kann dort am Essen teilnehmen und hauswirtschaftliche Arbeiten in der eigenen Wohnung erledigen lassen. Hilfe bietet Curanum auch für Einkäufe, Arztbesuche und anderes mehr. Offen für die Nachbarn sind auch unterhaltsame Veranstaltungen im Curanum-Haus. Um diese Offenheit im neuen Wohnhaus warb auch Pfarrer Puts unter Hinweis auf die Nähe des Gemeindezentrums von St. Lambertus mit Regenbogenssal und Kindergarten. Das sei Teil der Partnerschaft für den gemeinsamen Betrieb des Gebäudes und der Wohnungen die Pfarrgemeinde und Baugesellschaft.

Quelle: RP
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