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Nettetal
Chor Kosimi zeigt Sakral-Revue mit Wohlfühl-Faktor

Nettetal. Kühl die Kirche, warm das Herz: Eine niveauvolle Wohlfühl-Stunde für die Seele und fürs Gemüt hat der Chor Kosimi am Sonntagabend den Konzertbesuchern in der übervollen Kirche St. Peter und Paul in Leutherheide mit Gesängen aus Taizé beschert. Bemerkenswert, weil der "eigentlich weltliche Chor", so sein Sprecher Rudi Ross, die geistlichen Lieder nach nur wenigen Proben überzeugend interpretierte.

Ein Höhepunkt des Abends dabei der Kanon "Ubi caritas et amor", ein Kirchenlied-Hit aus der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé in Frankreich, vierstimmig dargeboten: Erst leise säuselnd die Liedzeile wie ein Windhauch, der schließlich, sich ständig steigernd, wuchtig wehte und bald wieder verebbte zum Wispern.

Der gemischte Chor - 2011 gegründet - demonstrierte nicht nur gesangliche Kehlenkunst, er summte sie sanft weiter, die Melodie, variiert vom Tausendsassa an den Tasten, dem Chorleiter Udo Schröder am Piano. In die Instrumentalpassagen hinein sprach Maria Schierkes Worte mit Wirkung: "In der Tiefe wurzeln und in der Weite des Himmels schaukeln", zitierte sie Verse einer schwerkranken Frau. Der Chor erhob wieder die Stimmen, sang den lateinischen Text von der Güte und der Liebe.

Lieder und Melodien und Texte - der Abend war wie eine Sakral-Revue mit Wohlfühl-Faktor. Stimmungsvoll mit Kerzen und digital gesteuerten Funkelsternen illuminiert dabei die Kirche, die ansonsten dunkel war und kühl. Doch Kosimi ließ es warm ums Herz werden und erntete hinterher viel Applaus.

(jobu)
 
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