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Nettetal
"Das Engagement der Asylbewerber ist groß"

Nettetal: "Das Engagement der Asylbewerber ist groß"
Beate Engelke, 1. Vorsitzende. FOTO: jobu
Nettetal. Beate Engelke ist die neue Vorsitzende des Fördervereins Flüchtlingshilfe.

Viele Flüchtlinge "haben gut Deutsch gelernt, etliche sind in der Ausbildung, engagieren sich zum Beispiel durch Besuche in Altenheimen", berichtete Beate Engelke. Für die neue Vorsitzende des Fördervereins Flüchtlingshilfe ist das Miteinander von Nettetalern und den Flüchtlingen als Neubürgern ein besonderes Merkmal für gelungene Integration.

"Unsere Flüchtlinge sind nicht nur Menschen, um die man sich kümmert, sie sind Mitbürger, denen wir mit Respekt begegnen", erklärte Engelke nach ihrer Wahl. Der Förderverein hatte auf seiner Mitgliederversammlung über Arbeitsfelder und Aufgaben zu beraten - und dazu die Vorsitzenden im Vorstand neu zu bestimmen. Der bisherige 1. Vorsitzende Ralf Schröder gab sein Amt "aus beruflichen Gründen" ab, arbeitet aber weiter im Vorstand mit und wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Engelke, die auch Gründungsmitglied des Nettetaler Flüchtlingsrates ist, wurde neue Vorsitzende.

Sie freue sich auf ihre Aufgabe, sagte Engelke. Motivation und Mut schöpfe sie aus der Tatsache, "dass sehr viele Menschen sich immer noch neu melden und ehrenamtlich helfen wollen, mit Ideen und Tatkraft die Flüchtlingsarbeit bereichern". Hinzu komme die große Bereitschaft der Flüchtlinge, sich zu integrieren: "Viele möchten gern in der Stadt bleiben und etwas tun."

Es sei erfreulich, meinte Engelke, wie viele Asylbewerber bereits freiwillig Deutschkurse absolviert und mit dem offiziellen A1-Zertifikat abgeschlossen hätten; neue Kurse für 90 Teilnehmer seien angelaufen. "Einige gehen jetzt zum Berufskolleg, und die Bereitschaft in den Betrieben wächst, jungen Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen", so Engelke. Eine Gruppe von Flüchtlingen besuche zum Beispiel die Bewohner der Curanum Seniorenresidenz in Lobberich, ähnliche Aktionen in anderen Altenheimen würden bald folgen. Engelke: "Es ist schon zu spüren in der Stadt, dass sich die Flüchtlinge mit ihrem großen Potential und Engagement hier einbringen."

(jobu)
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