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Nettetal
Das sind Lobberichs größte Bauvorhaben

Nettetal: Das sind Lobberichs größte Bauvorhaben
Der Sassenfelder Kirchweg, hier in Richtung St. Sebastian aufgenommen, ist ein Sanierungsfall. FOTO: Busch
Nettetal. Nach Niedieckstraße und Wevelinghover Straße wird demnächst der Sassenfelder Kirchweg erneuert. Auf dem Gelände der früheren evangelischen Schule entstehen Tagesklinik, Praxen und Wohnungen. Von Manfred Meis

Wenn im Sommer e die Erneuerung der Niedieckstraße durch den Kreis Viersen beendet ist, kommt die nebenliegende Wevelinghover Straße an die Reihe. Ihr Ausbau liegt ganz in der Hand der Stadt Nettetal, ebenso wie der des Sassenfelder Kirchweges. Um die Bürger nicht vor den Kopf zu stoßen, baten Sprecher aller Fraktionen im Ausschuss für Stadtplanung die Verwaltung schon jetzt, an frühzeitige Informationen und Bauzeitpläne zu denken. "Wir sind hier in einer neuralgischen Ecke von Lobberich", sagte CDU-Sprecher Ingo Heymann, denn Krankenhaus und Kindergärten liegen nahe beieinander. Hinzu kommt, dass auf dem Gelände der früheren evangelischen Schule nach dem Abriss des Gebäudes, in dem jetzt noch Flüchtlinge untergebracht sind, eine neue Baustelle eingerichtet wird: Dort sollen eine Tagesklinik, Arztpraxen und barrierefreie Wohnungen entstehen.

Sorgen machte sich Hajo Siemes (WIN) wegen der "kritischen Parkplatzsituation" rund um das Krankenhaus. Denn durch den Ausbau der Straße fallen 13 Stellplätze weg, weil neue Zufahrten entstehen und die einzelne Fläche nun breiter ausgewiesen wird - wie zuvor schon bei der Neugestaltung des Doerkesplatzes. "Diese werden kaum aufzufangen sein", meinte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, sicherte aber zu, "auf das Krankenhaus zuzugehen" mit dem Wunsch, dass es mehr Parkplätze schafft. Beim Ausbau des Sassenfelder Kirchweges sollen auch zwei Stichwege zu quer stehenden Reihenhäusern erneuert werden. Das erhöht die Kosten um 62.000 Euro auf knapp 1,2 Millionen Euro, von denen ein Teil auf die Anlieger umgelegt wird.

Nach Meinung des Ausschusses soll der Stadtrat am 9. März den Bebauungsplan Lo-259 "Nordöstlich Sassenfelder Kirchweg" als Satzung beschließen. Er betrifft rund 6000 Quadratmeter des Schulgeländes, auf dem ein Teil der früheren evangelischen Schule und die Turnhalle stehen; das Gebäude mit dem DRK-Kindergarten bleibt außen vor. Die Bebauung soll in zwei Abschnitten erfolgen. Die Turnhalle bleibt stehen, bis Ersatz geschaffen ist; darauf wies die SPD hin. Da die Halle nicht mehr für Ballspiele genutzt wird, komme man wahrscheinlich mit einem kleineren Raum hin, so Fritzsche. Sie kündigte Gespräche mit dem Stadtsportverband an. Die marode Halle sei kaum zu sanieren.

Zum Sassenfelder Kirchweg hin soll ein drei- bis viergeschossiges Gebäude errichtet werden, in dem der Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine Tagesklinik für pflegebedürftige Patienten mit Therapieangeboten einrichten will. Im ersten Geschoss könnten zwei oder drei Arztpraxen entstehen, ansonsten sind Wohnungen vorgesehen. In der Begründung des Planes heißt es, dass die LVR-Tagesklinik und die Arztpraxen ideal das Krankenhaus ergänzten, die Wohnungen stellten einen wichtigen Beitrag zur "zentrumsnahen Wohnraumversorgung" vor allem älterer und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Menschen dar. Ist die Turnhalle überflüssig, entstehen auch dort barrierefreie oder zumindest barrierearme Wohnungen in einem zweigeschossigen Komplex. Die CDU sprach von einem "guten Projekt", hoffte aber, dass dort nicht nur "ein Kasten, sondern ein architektonisch ansprechendes Gebäude" realisiert wird.

Sämtliche für Klinik, Praxen und Wohnungen erforderlichen Parkplätze sollen auf dem Gelände selbst entstehen und nicht auch noch den Sassenfelder Kirchweg belasten, hatte Fritzsche Anwohnern kürzlich schon bei einer Bürgerversammlung zugesichert. Hätte man Tiefgaragen angelegt, wäre der Wohnraum erheblich teurer und damit für viele nicht mehr zu bezahlen gewesen. Der Fuß- und Radweg an der nordwestlichen Seite des Geländes, der vom Sassenfelder Kirchweg zum katholischen Kindergarten führt, soll erhalten bleiben. Das gilt auch für einige stattliche Bäume am Wegesrand.

Quelle: RP
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